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Zwei Fußball-Legenden im Fokus
Zum Testspiel des 1. FC Nürnberg am Samstag gegen Waldhof Mannheim in Roth

Dreimal traf Heini Müller (Nr. 11) Ende der 1950er Jahr auf die schwarz-blau gestreiften Waldhof-Buben. Zum 7:1 im prallgefüllten Nürnberger Zabo steuerte auch der Rother einen Treffer bei. Foto: Friedl Ulrich/Repro Hans Pühn
Zum Testspiel des 1. FC Nürnberg gegen Waldhof Mannheim am Samstag bei uns im Circutec Sportpark hat Hans Pühn eine lesenswerte Geschichte zu zwei prägenden Figuren der beiden Vereine für die Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung geschrieben: Heini Müller und Klaus Schlappner.
Und der langjährige Redaktionsleiter der RHV mit umfassendem Sportwissen hat sie uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt...
Zwei Legenden im Fokus, von Hans Pühn
War schon früher der Fall und ist bis heute so geblieben: Der Club spielt immer wieder einmal gerne in Roth vor. Einst mit Spielern wie Max Morlock, dem 54er-Weltmeister. Heute mit Miroslav Klose an der Seitenlinie, dem Torjäger des deutschen Weltmeisterteams 60 Jahre später. Dass viele heimische Fußballfreunde im Landkreis Roth den Club nach wie vor im Herzen tragen, ist sicherlich einer der Gründe für den guten Draht zwischen den Profis aus Nürnberg und der Fußballwelt um Roth. Zum anderen genießt in Roth mit Heiner Müller einer der Großen einer ruhmreichen Club-Ära Heldenstatus. Und zum Dritten: Dass Müllers Heimatverein TSG Roth einen der schönsten fränkischen Sportparks sein Eigen nennt, spielt der Win-win-Verbindung zwischen dem Proficlub und dem Amateurverein ebenfalls in die Karten.
Am Samstag, 18. Juli (Anpfiff 16 Uhr), gibt der Zweitligist im Rahmen seiner Vorbereitung einmal mehr auf der TSG-Anlage seine Visitenkarte ab. Wie vor zwei Jahren mit dem TSV 1860 München hat er sich dazu mit dem SV Waldhof Mannheim erneut einen deutschen Traditionsverein auserkoren. Was die gastgebenden TSGler flugs veranlasste, dem Testspiel mit zwei Kultfiguren aus ruhmreichen Nürnberger und Mannheimer Zeiten einen nostalgischen Rahmen zu geben. Beim Club führte kein Weg an Heini Müller vorbei. Die Rolle des Gute-Laune-Verbreiters ist für den lebensfrohen 92-Jährigen wie maßgeschneidert. Die Fahne des SV Waldhof Mannheim hält Trainer-Original Klaus („Schlappi“) Schlappner hoch.
Müller und Schlappner verbinden Bodenständigkeit, eine klare Meinung und ein Herz für den Nachwuchs. Wie sehr es sich lohnen kann, wenn Vereine auf Eigentalente setzen, erlebten beide in der Anfangsphase ihrer Karriere. Heini Müller war Teil der „jungen Wilden“, die 1961 mit der Deutschen Meisterschaft und 1962 mit dem Pokalgewinn die beispielgebende Jugendarbeit des Clubs krönten. Trainer Klaus Schlappner gelang 1983 das Kunststück, mit den Waldhof-Buben, einer halben Jugendmannschaft, die sechsjährige Erstliga-Ära des SV Waldhof Mannheim einzuläuten. Siege in der Premierensaison gegen Werder Bremen mit Spieler Otto Rehhagel und den FC Bayern München mit Klaus Augenthaler und Hansi Dorfner verschafften dem laufstarken Trainer mit dem Pepita-Hut und den unverblümten Dialekt-Sprüchen („Än Trainer muß uff Ballhöh soi“) rasch Kultstatus.
Die Zeiten waren damals so, dass die Protagonisten einer schnell wachsenden Fußball-Euphorie neben ihrem Sport meist noch ein berufliches Standbein hatten. So betrieb der gelernte Werkzeugmacher Heiner Müller mit seiner Frau Carola in Roth einen Gartenfachbetrieb, Elektromeister Klaus Schlappner mit Frau Irene in seiner Geburtsstadt Lampertheim einen Elektrofachbetrieb. In seiner Zeit als Waldhof-Trainer arbeitete Schlappner abwechselnd in der Werkstatt, machte Kundenbesuche oder stand auf dem Trainingsplatz seinen Mann. Abends wartete dann noch die unerlässliche Büroarbeit. Zu seinen Schützlingen zählten damals der spätere Nationalspieler Maurizio Gaudino und der 1990er-Weltmeister Jürgen Kohler. Der kam als 17-Jähriger einmal zu seinem Trainer, weil er sich von seinem ersten Geld als Profi einen BMW kaufen wollte. Schlappner beschied Kohler: „Du fährst zu dieser Garage, da steht ein gebrauchter Ford, den nimmst du.“
Die Devise, alles kommt nach und nach, bestimmte auch Schlappners Auslandskarriere als Trainer. Beide, Müller wie Schlappner, liebten das Reisen. Müller flog mit dem Club leidenschaftlich gerne zu Freundschaftsspielen um die ganze Welt. Schließlich genoss der 1. FCN zu Müllers Zeiten noch den höchsten deutschen Stellenwert im internationalen Fußball. Auch Schlappners Vater war damals ein leidenschaftlicher Clubfan. „Wenn der Club übertragen wurde, musste im Hause Schlappner absolute Ruhe herrschen“, erinnert sich Sohn Klaus. Dessen Fernweh führte ihn 1992 nach China, wo er die Nationalmannschaft nicht nur fußballerisch ins Rollen brachte. Er erlebte mit ihr die Entwicklung Chinas zum größten Sportmarkt der Welt.
Geschäfte machen konnte der Mannheimer Elektromeister ebenfalls. Weil Chinesen neben deutschen Autos auch deutsches Bier liebten, vertrieb der Ehrenprofessor der Sportschule Shijiazhuang in China eine eigene Biermarke. Nach China, wo ihn der damalige starke Mann Deng Xiao Ping regelmäßig Mails mit Sprüchen wie „Gut gemacht!“ oder „Warum habt ihr nicht öfter aufs Tor geschossen?“ zukommen ließ, wirkte Schlappner auch in Iran, Indonesien und bis 2006 in der Mongolei.
Bei aller Auslandsliebe: Elektromeister Klaus Schlappner ist ein Paradebeispiel geblieben für Bodenständigkeit und Volksnähe („Zwischen den Spielern auf dem Rasen und den Fans hinterm Zaun darf menschlich keine Distanz herrschen“). Sepp Herberger hat Schlappner einst dazu motiviert, Trainer zu werden. Dessen soziale Einstellung verlor er ein Leben lang nicht aus den Augen. „Wenn die Sepp-Herberger-Stiftung ruft, bin ich da“, betont der Mittachtziger, der seit Jahren in Eigenregie eine Jugendauswahl auf die Beine stellt, in der Jungkicker aus einem Dutzend Ländern miteinander kicken und Schlappners Philosophie vom sozialen Miteinander auch bei großen internationalen Jugendturnieren unter Beweis stellen. Selbst in China.
Ehrensache für Schlappner ist zudem die Unterstützung „seiner“ Waldhof-Buben. Er macht sich nach wie vor regelmäßig auf den Weg aus der Werkstatt, die schon lange sein ältester Sohn Volker leitet, ins nahe Waldhof-Stadion zu seinem Ehrenplatz. Müller wiederum hat im Nürnberger Max-Morlock-Stadion, in dem bekanntlich ein Block nach ihm benannt ist, einen Ehrenplatz. Aktuell wird die unverbrüchliche Liebe der beiden Legenden zu ihren Vereinen mitunter zur echten Herausforderung. Waldhof strampelt sich bislang in der 3. Liga vergeblich ab, Wiederaufstiegsträume zu erfüllen. Dem Club ergeht es eine Liga höher nicht besser. Die Hoffnung aber lebt. Ein Fingerzeig auf die künftige Entwicklung der beiden Traditionsclubs sollte der Vergleich auf Rother Rasen geben.
Tageskasse zum Testspiel
1. FC Nürnberg - Waldhof Mannheim am Samstag
Für alle Kurzentschlossenen: Für das Testspiel des 1. FC Nürnberg gegen den SV Waldhof Mannheim am kommenden Samstag bei uns im Circutec Sportpark werden wir auch eine Tageskasse öffnen.
Wer sein Ticket schon vorher sicher haben will, hier entlang
Erfolgreiches Blitzturnier der „Rother Mädels“
Mannschaften aus Buch und Wendelstein waren zu Gast
Unser neues U11-Team mit Mädels der Jahrgänge 2016/17 begrüßte am Sonntag die U11 Mannschaften des TSV Buch und des FC Wendelstein im heimischen Circutec Sportpark zu einem Miniturnier mit Testspielcharakter.
Im Modus jeder gegen jeden, jeweils 15 Minuten und das zweimal, wurde im 7 gegen 7 gespielt. Dabei verkauften sich unsere Mädels, die so das erste Mal zusammenspielten, ganz hervorragend. Die vielen Eltern sahen spannende sowie enge und faire Spiele.
Zum Abschluss gab es für alle Spielerinnen der drei Teams neben großem Lob noch ein Eis im Restaurant Waldblick am TSG-Gelände. Danke an Buch und Wendelstein, das erfolgreiche Format wird seine Wiederholung finden.
Ergebnisse unserer Mädels: 0:0, 1:1, 2:1 und 2:2.
Mit Sieg zum Abschluss auf Rang drei
U13-Mädels gewinnen ihr Saisonfinale gegen die SG Bergen mit 3:2
Mit einem verdienten 3:2-Erfolg gegen die SG Bergen/Nennslingen sicherten sich die U13-Juniorinnen der Rother Mädels völlig verdient den dritten Tabellenplatz.
Die spielerisch starken, körperlich jedoch unterlegenen Rotherinnen gerieten durch zwei unglückliche Abwehraktionen zunächst mit 0:2 in Rückstand. Davon ließ sich das Team jedoch nicht beeindrucken. Mit sehenswertem Kombinationsspiel kämpften sich unsere Mädels zurück und glichen noch vor der Halbzeit verdient zum 2:2 aus.
Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Gastgeberinnen mit dem Treffer zur verdienten 3:2-Führung. In der Schlussphase verteidigten die jungen Rotherinnen mit großem Einsatz, Geschick und auch dem nötigen Quäntchen Glück ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff.
Die anschließende Rasensprengerdusche hatten sich Laura B., Emilia P., Eva W., Johanna O., Lily K., Mia G., Nele S., Sonja F., Lara S., Marie J. und Alicia S. nach dieser starken Mannschaftsleistung redlich verdient.
Der Titel geht an unsere AH
Rother Stadtmeisterschaften der Herren und Alten Herren
TV Eckersmühlen bei den Herren und TSG 08 Roth bei den Alten Herren – so heißen die Rother Stadtmeister 2026.
Die Jungs des TVE kamen beim Turnier in unserem Circutec Sportpark ohne Gegentor und mit drei Siegen durchs Turnier. Auf den Plätzen folgten unsere Jungs, der SV Pfaffenhofen und die SpVgg. Eckersmühlens Kapitän Tom Sträußl durfte bei der Siegerehrung nicht nur den Stadtmeisterpokal entgegennehmen, er wurde auch zum besten Spieler gewählt und war mit drei Toren der beste Torschütze.
Die Siegerehrung nahmen übrigens Bürgermeister Andreas Buckreus und Turnierorganisator Matthias Hofmann vor – „Hoffers“, Danke für die viele Arbeit, die du da reingesteckt hast! Außerdem ein Danke an alle weiteren Helfer aus unserer Fußballabteilung, die bei hochsommerlichen Temperaturen zum Gelingen beigetragen haben.
Das Turnier der Alten Herren gewann unsere AH, sie holte in einem torarmen Wettbewerb neun Punkte aus sechs Spielen (Tore: 2:1). Knapp dahinter folgte der SV Pfaffenhofen (8, 4:3), Platz drei belegte Eckersmühlen (7, 3:3) vor der SpVgg (5, 2:4). Glückwunsch Männer und natürlich auch Glückwunsch nach Eckersmühlen.
Und eins noch: Gute Besserung an die verletzten Kicker aus allen Teams, leider ging das Turnier nicht ohne Verletzungen über die Bühne.


