Erwachsene (Freizeit)
Freitag 20:00 - 22:00 Uhr TSG-Halle (LEONI-Sportpark)
Erwachsene (Mannschaft)
Mittwoch 19:30 - 22:00 Uhr TSG-Halle (LEONI-Sportpark)
Jugend
Mittwoch 18:00 - 19:30 Uhr TSG-Halle (LEONI-Sportpark)
Ansprechpartner: Klaus Distler
Tel.: 09171 / 8359270

 

Taktik im Einzel

Grundsätzlich sollte man im Moment des gegnerischen Ballrückschlages nicht in Bewegung sein und sich auf der zentralen Mittelposition (ZP) befinden. Von hier ist der Weg zu jeder Ecke des Platzes gleich weit. Reicht die Zeit nicht mehr, um dorthin zu gelangen, sollte man stehen bleiben. Der Gegner kann sonst den Ball gegen die Laufrichtung spielen.
Wird man vom Gegener von der ZP vertrieben, ist der Ball so zurückzuspielen, dass genügend Zeit bleibt, um dorthin zurückzulaufen. Ein Smash von der Grundlinie z.B. könnte so für einen Anfänger zum Problem werden, wenn er nicht 100% platziert ist. Das eigene Ziel sollte ebenfalls sein, den Gegner von seiner ZP zu vertreiben.

Der Aufschlag im Einzel wird meistens weit und hoch und auf die Rückhand des Gegners gespielt. Man stellt sich dazu ca. einen Meter vor die vordere Aufschlaglinie, damit man sich gleich zu Beginn in etwa auf der ZP befindet. Wenn der Gegner zu weit hinten steht, kann ein kurzer Aufschlag eine wirksame Alternative sein. Ist der Aufschlag zu weit, muss entweder mit weniger Kraft geschlagen oder dieser von weiter hinten ausgeführt werden.

Der Gegner sollte nie direkt angespielt sondern zum laufen gebracht werden. Die schwache Rückhand ist ein beliebtes Ziel und bringt den Gegner oft in Schwierigkeiten, da er den Ball nicht mehr so weit zurückschlagen kann. Den schnellen Punktgewinn nicht erzwingen; das Spiel lieber strategisch aufbauen und die Punkte herausspielen. Das heißt, den Gegner durch eine Folge von Schlägen so von der ZP vertreiben, bis ein Angriffschlag den Punkt sicher beenden kann.

Wenn Du fitt bist und große Ausdauer hast, kämpfe um jeden Ball. Damit zeigst Du dem Gegner, dass Du nichts verloren gibst. Nur wenn Du konditionell unterlegen bist, solltest Du überlegen, ob für einen wohlmöglich nicht mehr aufholbaren Rückstand der Aufwand lohnt und ob Du deine Kräfte nicht besser für einen entscheidenen Satz sparen solltest.

Die längsten Ballwechsel im Einzel: youtube.de

Taktik im Doppel

Die Taktik im Doppel ist weitaus schwieriger als die im Einzel. Die beiden Spielpartner müssen die Aufgaben- sowie Platzaufteilung abhängig von ihren eigenen Stärken und Schwächen machen. Ein Mixed erfordert also i.d.R. eine andere Strategie als ein Herrendoppel. Die eigene Position ist der des Partners sowie dem gegnerischen Schlag ständig anzupassen. Dabei geht dem Anfänger oft der Überblick verloren. Nur ein eingespieltes Doppel ist erfolgreich. Versteht man sich nicht, können die stärksten Individualisten ein schwacher Gegner sein und umgekehrt.

Zwei Positionsstellungen gibt es im Doppel:

  • Bei der Verteidigungsstellung stehen beide Partner nebeneinander und sind jeweils für eine Spielhälfte von vorne bis hinten zuständig. Die Stellung sollte eingenommen werden, wenn der Gegner durch harte Schläge angreift oder man selbst einen Ball hoch zurückspielt.
  • Bei der Angriffsstellung steht man hintereinander. Der vordere Spieler deckt dabei den Netzbereich ab; sein Partner das größere, hintere Feld. Diese Stellung ist einzunehmen, wenn man selbst die Möglichkeit für einen Angriff hat oder einen solchen gerade durchführt. Kommt der Ball beispielsweise hoch an, besteht diese Angriffsmöglichkeit. Der zurückschlagende Spieler geht automatisch nach hinten, der andere nach vorne. Wird dann ein Angriffsschlag ausgeführt (auch ein Drop), gerät der Gegner in Bedrängnis. Der am Netz stehende Spieler kann dann durch seine Position einen schwachen Rückschlag "töten". Spielt man hingegen einen hohen Verteidigungsball, bleibt Zeit, um wieder in die Verteidigungsstellung zurückzugehen.

Weiterhin gelten folgende Grundsätze im Doppel:

  • Vorhand vor Rückhand: Der Mittellinienbereich wird gerne angespielt, weil es hier oft zum Missverständnis kommt, wer den Ball zurückzuschlagen hat. In solchen Fällen gilt dann, dass der Spieler, der mit der Vorhand schlagen kann, den Vorzug bekommt.
  • Kurze Bälle sollten entweder longline nach hinten oder wieder ebenfalls kurz hinters Netz gespielt werden.
  • Beim Aufschlag in die Angriffstellung gehen. Den Aufschlag flach und kurz spielen.
  • Der Netzspieler sollte in der Verteidigung den Schläger hoch vor sich halten.
  • Smashes auf die Mittellinie platzieren. Cross-Schmetterbälle vermeiden.

Beispiele: youtube.de, youtube.de

Mixed

Das Mixed ist meist ein Doppel mit zwei unterschiedlich starken Spielpartnern. Die Frau ist dem Mann oft in Stärke und Ausdauer unterlegen. Aus diesem Grund spielt man in der Angriffsstellung, wobei die Dame immer am Netz steht. Sollten beide gleichstark sein, sollte die "normale" Doppeltaktik gewählt werden.

Sowohl beim Aufschlag oder Rückschlag durch den Mann steht die Frau links vor ihm, aus seiner Sicht etwas hinter der vorderen Aufschlaglinie. Schlägt die Dame auf oder zurück, befindet sich der Herr etwas weiter hinten als im "normalen" Doppel. Nimmt der Herr den Aufschlag an, sollte dieser kurz und flach gehalten werden. Im anderen Fall kann er auch weit und hoch gespielt werden.

In der Verteidigung nehmen beide Spielpartner eine seitlich versetzte Stellung ein (eine Mischung aus Angriffs- und Verteidigungsstellung). Die Dame bleibt zwar auf der vorderen Aufschlaglinie, steht dem männlichen Gegner aber schräg gegenüber. Dadurch würde der Dame bei einem harten Schlag des Mannes mehr Reaktionszeit bleiben. Der männliche Spielpartner muss dann aber zusätzlich einen Bereich am Netz abdecken.

Beispiele:  youtube.de

Mannschaftsaufstellung

 

Ein Mannschaftsspiel umfasst in den Seniorenklassen in der Regel folgende acht Einzelspiele:

 

1. Herrendoppel

2. Herrendoppel

Damendoppel

1. Herreneinzel

2. Herreneinzel

3. Herreneinzel

Dameneinzel

Mixed (gemischtes Doppel)

 

Eine komplette Mannschaft besteht aus vier Herren und zwei Damen. Jeder Spieler bestreitet somit zwei Spiele pro Begegnung. Es gibt keine Auswechselspieler. Nach Ausfüllen des Spielberichtsbogens vor der Begegnung ist die Aufstellung unveränderbar. Muss ein Spiel z. B. wegen Verletzung abgebrochen werden, gilt es als verloren. Allerdings kann eine Mannschaft mit bis zu acht Herren und vier Damen antreten, so dass alle Spieler nur ein Spiel bestreiten. Es ist aus taktischen Gründen gängige Praxis, mehr Spieler einzusetzen als nötig, um auf diese Weise spielstärkere Spieler gezielter einsetzen zu können. Abhängig von den Regeln der einzelnen Landesverbände ist es auch möglich, in den unteren Spielklassen Mannschaftsspiele mit weniger Spielern zu bestreiten (meist max. fünf Herren und drei Damen)..

Vor Beginn der Saison gibt der Verein eine Mannschaftsmeldung mit Ranglisten für die Herren und die Damen an den Verband ab. Die Aufstellung der Paarungen für Herreneinzel und -doppel richtet sich nach dieser Rangliste. Dabei ist bei der Doppelpaarung die Summe der Ranglistenplätze der beteiligten Spieler ausschlaggebend (eigentlich werden vier gültige Badmintonpaarungen gemeldet, die dieser Regel unterliegen. Diese müssen vom regionalen Badminton-Verband genehmigt werden. Hier sind in Einzelfällen sogar Ausnahmen von der Summenregel möglich). Alle weiteren Spiele haben sich nicht nach der Rangliste zu richten, da sie nur einmal pro Begegnung ausgetragen werden.

Training

Um aus der Ausgangsposition, der Spielfeldmitte, schnell die Feldecken erreichen zu können, ist eine ausgefeilte Lauftechnik erforderlich. Im Laufe der Zeit entwickelten sich, vor allem in den international erfolgreichen Badminton-Nationen, unterschiedliche Lauftechniken. So bevorzugten etwa die Engländer noch bis vor einigen Jahren lange, weiche, raumgreifende Schritte ohne Sprünge, während die Chinesen Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts dazu übergingen, schnelle, kurze Schritte kombiniert mit einem abschließenden Sprung zum Ball in ihr Spiel zu integrieren. Diese Techniken wurden von den meisten asiatischen Spielern erfolgreich kopiert, da für sie die englischen Schrittfolgen aufgrund ihrer meist geringeren Körpergröße nicht hinreichend effektiv waren.

Gute Lauftechnik zeichnet sich dadurch aus, dass der Spieler möglichst schnell und mit geringem Energieaufwand den Ball erreicht und anschließend zur Spielfeldmitte zurückkehrt. Automatisierte Schrittfolgen sorgen dafür, dass dies kraftsparend, raumgreifend und effektiv geschieht, diese sind jedoch nur durch jahrelanges Training zu erreichen.

Zentrale Elemente der Lauftechnik sind:

Stemmschritt 

Bei Situationen, in denen der Spieler viel Zeit zur Verfügung hat (beispielsweise nach hohem Aufschlag im Einzel) wird häufig der Stemmschritt eingesetzt. Bei dieser Technik wird das auf der Schlaghand befindliche Bein zunächst hinter dem Körper aufgestellt. Ein Abdruck von diesem hinteren Bein leitet die Vorwärtsbewegung ein. Die dadurch automatisch entstehende Rotation des Oberkörpers kann für effektive und kraftschonende Vorhandschläge genutzt werden.

Ausfallschritt 

Um einen Ball im vorderen oder seitlichen Spielfeldbereich zu erreichen, stellt der Spieler am Ende seiner Vorwärtsbewegung das sich auf der Schlaghandseite befindliche Bein mit einem großen Ausfallschritt nach vorne, ähnlich wie ein Fechter beim Stoß. Dadurch bremst er abrupt seine Vorwärtsbewegung ab und kann nach dem Schlag sofort wieder in eine Rückwärtsbewegung übergehen.

Umsprung

Mit dieser Technik wird die Rückwärtsbewegung nach einem Schlag gestoppt. Beim Schlag findet während des Sprungs eine Drehung der Hüften statt, und das Bein, das sich auf der entgegengesetzten Körperseite der Schlaghand befindet, wird nach hinten gestellt, um die Rückwärtsbewegung abzufedern und den Körper wieder nach vorne zu beschleunigen.

Chinasprung 

Diese Technik wurde in China entwickelt und dient dazu, einen Ball im Sprung zu erreichen. Im Gegensatz zum Umsprung wird die Bewegung jedoch mit dem Bein auf der Schlaghandseite gestoppt, was wegen der leichten Verdrehung des Oberkörpers beim Schlag anatomisch gesehen zwar ungünstig, aber in der Praxis dennoch effektiv ist. Sowohl der Absprung als auch die Landung finden hier immer mit beiden Beinen gleichzeitig statt. Ein Chinasprung kann sowohl parallel zum Netz auf die Vorhand- und Rückhandseite als auch diagonal nach hinten erfolgen. Der Schlag, der während des Sprunges ausgeführt wird, ist jedoch immer ein Vorhandschlag.

Sprung-Smash 

Eine weitere chinesische Technik. Der Spieler springt beidbeinig hoch in die Luft und schlägt den Ball mit vollem Körpereinsatz ins gegnerische Feld, ähnlich wie beim Smash im Volleyball. Untersuchungen haben ergeben, dass hierdurch zwar keine höheren Geschwindigkeiten erzeugt werden können, jedoch kann der Spieler einen früheren Treffpunkt und einen besseren Winkel erreichen.

Malayen-Schritt 

Technik, die es erlaubt, möglichst ökonomisch die hintere Rückhand-Ecke zu erreichen (bei Rechtshändern die hintere linke Ecke). Ziel ist dabei, die Rückhand zu umlaufen und mit dem wirksameren Links-vom-Kopf-Schlag höhere Variabilität zu erzielen. Der Malayen-Schritt ist gekennzeichnet durch einen raumgreifenden Schritt mit links nach hinten, einen kleinen Sprung mit links, um die Hüfte zu drehen, und ein bis drei Nachstellschritte.

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