15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 
in Ingolstadt

Alex vorerst noch auf Platz 3.

Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen. 
Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott. 

12.09.2021

Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.


Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

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15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 


Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen.

An der ersten Schwimmboje angekommen, dachte Alex Richter zunächst: "Hier stimmt doch was nicht. Weit und breit keiner da!"  Nach kurzen Panikmomenten realisierte er: "Ne Junge, du bist einfach nur ziemlich weit vorne im Feld." Tatsächlich konnte er einen ausgezeichneten Schwimmstart verbuchen, denn nach einer Schwimmstrecke von 1,5 km und einer Zeit von 21:13min verließ Richter das Wasser als Fünfter.

Bei top Radbedingungen - super Wetter, "geilem" Straßenbelag und Windstille- kam Richter sofort sehr gut in die Aero-Position und konnte sie lange halten. Auch die Ergebnisse nach dem 40 km am Rad konnten sich sehen lassen. Nach 59:40min, mit einem 42km/h Schnitt, erreichte der Athlet als Vierter die Wechselzone.

Das Laufen ließ Richter dann etwas verhaltener angehen, denn er dachte sich: "Auf der Distanz von 10 km kann Einiges passieren".

Der Versuch, den Rückstand zu Lukas Stengel zum Schmelzen zu bringen, gelang Richter wortwörtlich Schritt für Schritt. Stengel lag in Sichtweite auf Platz 3, der Abstand wurde immer geringer.

"Nach dem Überholvorgang, mit ein "paar selbstgedrällerten" Songs von Green Day im Kopf, (i walk a lonely road) ließ ich nichts mehr anbrennen", resümierte Richter und erreichte "mit einer 3:35 Pace völlig k.o." das Ziel.

Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott.

Alex Richter ist unglaublich dankbar über seine persönliche Entwicklung, denn vor 4 Jahren noch als unbekannter Quereinsteiger, betrat er in Ingolstadt das erste Stockerl in der Gesamtwertung eines Rennens.

Text: Alex Richter/ Guntram Rudolph
Fotos: A. Richter

12.09.2021

Challenge Roth 2021 - Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.
Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

Am 05.09.2021 um 07:15 Uhr war es endlich so weit. Nach knapp zwei Jahren Vorbereitung (auf Grund der Absage des Rennens im Jahr 2020) ging der TSG- Athlet Stefan Albust mit beim Challenge Roth Startgruppe 4 in seinen längsten Sporttag des Jahres.

Swim
Dass es gut läuft, bemerkte Stefan schon im Wasser. Er kam nach 1:08:38h, zwei Minuten schneller als geplant, aus dem Main-Donau-Kanal.

Die doch recht frischen Temperaturen an diesem sonnigen Herbsttag führten auf der anschließenden 170 km langen Radstrecke durch den wunderschönen Landkreis Roth anfangs zwar noch zu einem leichten Frösteln, was aber durch das Adrenalin und die pure Freude endlich wieder einen Langdistanz-Triathlon machen zu können, wett gemacht wurde.

Bike
Die erste Rad-Runde absolvierte Stefan ebenfalls mehr als gut, so dass er sich in der zweiten Rad- Hälfte etwas zurücknehmen konnte, um seine Beine für den anschließenden Marathon zu schonen. Auch wenn es auf der Radstrecke in diesem Jahr keine Stimmungsnester gab und auch der berühmt berüchtigte Solarer Berg nicht erklommen werden konnte, so war auf der Strecke eine ganz besondere Atmosphäre spürbar.

Die Familien und Zuschauer an der Strecke, aber auch die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen peitschten die Athleten über den Rundkurs durch den Landkreis Roth. Und so gelang Stefan eine hervorragende Radzeit, als er nach 4:54:43h sein Zeitfahrrad im Parc Fermé der Wechselzone 2 abstellen konnte.

Run
Mit frischen Gels und einer Sonnenbrille bewaffnet ging es bei guten 26 Grad und purem Sonnenschein auf den abschließenden Marathonstrecke. "Ein Tag wie man ihn sich nicht hätte besser wünschen können", so Albust. Bei seiner Paradedisziplin hatte er sich eine Zeit um die 3:20h vorgenommen.

Auch auf der Laufstrecke täuschte ihn sein postives Körpergefühl nicht und so konnte er schon auf den ersten Kilometern sein Tempo leicht anziehen. Als er auch nach der Halbmarathonmarke noch Körner im Tank hatte, entschied er sich, die Pace zu halten und alles auf eine Karte zu setzen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich dies letztendlich herausstellte. Zwar schmerzten die letzten Höhenmeter nach Büchenbach und zurück noch einmal richtig in den Beinen, doch auch hier halfen die aufmunternden und motivierenden Worte der Zuschauer am Streckenrand, die sich meist einen der begehrten Schattenplätze gesichert hatten.

Gegen 16:40 Uhr war es dann auch so weit: Albust erreichte nach einem 3:12:53h Marathon das Rother Zielstadion und überquerte nach insgesamt 09:25:17h mit einem Freudensprung und als schnellster TSG-Triathlet die Ziellinie des Challenge Roth.

Es war sein perfekter Sporttag und sicherlich das bisherige Highlight seiner Triathlonkarriere. Nicht nur, dass er seine Bestzeit von 11:12h auf 09:25h verbessern konnte und sein Ziel Sub10 deutlich erreicht hat, sondern auch, dass endlich wieder Triathlon und Sport möglich waren und man sich im Kampf gegen sich und die Uhr beweisen konnte.

Im Ziel war Albust überglücklich seine Frau und seine Familie zu sehen. Sein größter Dank geht auch an seine Frau, seine Familie und seinen Trainer, die ihn zu dieser sportlichen Höchstleistung angetrieben haben.

Stefan Albust hat es geschafft ... und ist glücklich.

12.09.2021

Christian Störzer gewinnt als Age Grouper den Ironman Thun

Der erfahrene Triathlet erlebte in der Schweiz ein perfekt organisiertes, aber strapaziöses Triathlon-Rennen inmitten einer super Location. Bei 16 Grad Wassertemperatur im glasklaren Thuner See ein erfrischender Einstieg in den Tag.

Und wieder einmal konnte der Mittelfranke Störzer zeigen, was er drauf hat.
Der Starter der Triathlonabteilung der TSG 08 Roth punktete am Ende des Schweizer Langdistanz- Rennens mit einer Gesamtzeit von 8:15h und siegte mit einer hervorragenden Leistung als Age Grouper (nach Ironman Lanzerote) zum zweiten Mal in Folge. 
In der Gesamtwertung (Amateur- und Profi-Athleten) belegte er den Platz 11.

Er lobte die ausgezeichnete Betreuung der Athleten, die perfekt ausgeschilderten Lauf-und Radstrecken und die frischen Croissants.
Dabei lief es für ihn am Anfang des Tages gar nicht so gut: "Mir war zeitweise schlecht und ich hatte auch Probleme beim Laufen. Zum Glück konnte ich das alles mit der Zeit wieder in den Griff bekommen."

Belohnt wurde seine harte Trainingsarbeit somit nicht nur mit dem hervorragenden Ergebnis in Thun. Störzer löste mit diesem Sieg für den legendären und heißbegehrten Ironman auf Hawai, nach seinem bereits vorangegangenen Altersklassen - Sieg auf Lanzarote, noch einen weiteren Slot. Für ihn besteht nun die Möglichkeit im Februar 2022, am bereits verschobenen Ironman, wie auch am Ironman Hawai zum regulären Renntermin im September 2022 teilzunehmen.
Im nächsten Jahr auf Hawai zwei Mal starten zu dürfen, bedeutet für den Amateurathleten nicht nur eine "Wahnsinnschance", sondern auch eine "gigantische Herausforderung" an seine gesamte Trainingsroutine.

"Zusätzlich zu den körperlichen Belastungen und meinem Berufsalltag als Pilot ist die Vorbereitung auf  zwei Langdistanzrennen und zwei Reisen in die USA sowohl für meine Familie als auch für mich ein gewaltiger logistischer Aufwand", so Störzer.  Aber wie erwartet, wird er an beiden Rennen starten und bedankt sich jetzt schon für die Unterstützung seiner Ehefrau. Ohne die Familie im Hintergrund: Unmöglich!

Ein weiteres Highlight des Tages gab es für Störzer am Laufkilometer 5. "Bei einer Wahnsinnsstimmung unter den Zuschauern und herrlichem Alpenwetter konnte ich einige Zeit Kopf an Kopf mit der bereits legendären und späteren Gesamtsiegerin des Rennens Daniela Ryf laufen und sie dann überholen."

Jetzt heißt es für ihn erst einmal: "Beine hochlegen und regenerieren... aber die nächsten Planungen laufen schon!"

Zeiten:
Die Schwimmstrecke wurde verkürzt.

Schwimmen:  - 42:53 min (3.0000 m)
Rad: - 4:34:52 h (2.100 Höhenmeter)
Lauf: - 2:53:01 h

06.09.2021

„Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit“

Triathlon Daniel König von der TSG 08 Roth hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. Eine Woche später startete er beim Challenge in der Staffel. Von Oliver Haas

Eine Woche nach der Langdistanz war mir schon klar, dass ich heute keine Bestzeit aufstellen werde“, sagt Daniel König nüchtern. Deshalb sei er mit seiner Leistung beim gestrigen Challenge ganz zufrieden. In stabilen 54 Minuten hat der Staffelteilnehmer vom Team Speck Zwei die Schwimmstrecke absolviert – und das obwohl er sich eine Woche zuvor beim Langdistanz-Wettkampf in Hamburg für den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr qualifiziert hat.

Acht Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden hat der Abenberger beim Qualifikationsrennen gebraucht und sicherte sich den ersten Platz in seiner Altersklasse ( 25-29). Im Gesamtranking lief er mit Platz vier nur knapp am Treppchen vorbei. Egal, Hauptsache dabei auf der Pazifik-Insel im Oktober 2022. Nur einer aus der Klasse konnte sich das Ticket lösen. „Sonst ist immer jemand schneller als man selbst. An dem Tag war mir aber klar, dass ich der Schnellste sein muss“, sagt König. Nachdem die Teilnahme im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, musste er in diesem Jahr eine schnellere Zeit abliefern, da er in die höhere Altersklasse gerutscht ist.

Es war tatsächlich seine erste Langdistanz und dann gleich so ein Spitzen-Ergebnis. „Ich habe schon gewusst, dass ich fit bin und eine gute Zeit drin ist. Bei allen Disziplinen war noch Luft nach oben. An einem sehr guten Tag wären auch acht Stunden und 15 Minuten drin“, ist König überzeugt. Zum Triathlon ist der frühere Handballspieler durch die Familie gekommen. „Mein Vater war Marathon-Läufer, da bin ich beim Training oft mit dem Rad nebenher gefahren. 2007 hat mich mein Bruder mit zum Radfahren bei der TSG genommen“, erinnert sich König und fügt schmunzelnd hinzu: „Am Anfang musste man mich etwas zwingen. Mein Bruder hat mich dann oft am Samstagmorgen geweckt und gemeint ,In 15 Minuten fahren wir los’. Da hatte ich als kleiner Bruder nicht so viel zu verhandeln.“

Hartes und vor allem viel Training war auch nötig, um solche Zeiten zu erreichen oder mittlerweile für die erste Mannschaft der TSG 08 Roth in der zweiten Triathlon Bundesliga an den Start zu gehen. Denn während er im Handball recht talentiert gewesen sei, musste er sich bei den Triathlon-Disziplinen alles erarbeiten. Die Lieblings-Disziplin des 25-Jährigen ist das Radfahren, aber eine besondere Stärke habe er nicht, sagt König: „Meine Zeiten sind ganz ausgeglichen. Ich versuche möglichst konstant zu bleiben. In Hamburg ist das auch aufgegangen.“

Das tolle Flair genießen
Der Student für International Business and Technology, Maschinenbau auf Englisch, wie König selbst scherzt, berichtet über seinen Sport und die Wettkämpfe in einer tiefen Gelassenheit. Die habe sich bei ihm irgendwann eingependelt. „Mit etwa 16 Jahren hab ich mich schon arg reingestresst. Jetzt macht es mir einfach Spaß, mit Freunden zu trainieren und ordentlich über die Strecke zu ballern“, sagte König ganz sachlich und fügt hinzu: „Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit hat ein Kumpel immer gesagt“.

Zwar geht König sehr ambitioniert in die Wettkämpfe, wie sein jüngstes Ergebnis in Hamburg oder die Zeiten in der Liga beweisen, aber bei manchen Events gehe es ihm auch darum, das besondere Flair aufzusaugen. So wird es auf Hawaii sein, und so war es auch gestern beim Challenge. Der junge Triathlet hatte sogar die Zeit, während des Schwimmens seinen Eltern zuzuwinken. „Meinen Vater hab ich aus dem Augenwinkel an seiner quietschgelben Laufjacke erkannt. Beim nächsten Kraulzug hab ihnen gleich zugewunken.“

Der Start beim Challenge sei durchaus angenehmer gewesen, als so mancher in der Liga. „Da passiert es schon häufiger, dass man mal die Rückhand oder einen Ellenbogen beim Kraulen ins Gesicht bekommt, weil doch alle einigermaßen gleich schnell sind. Im Kanal hat sich das jedoch relativ schnell entzerrt“, berichtet er aus seiner Erfahrung. Beim Challenge ist er bereits ein paar Mal in der Schwimmstaffel gestartet.

Der heutige Start war allerdings nicht so recht geplant. König ist für einen Teamkollegen eingesprungen, der am Wochenende doch in der Zweiten Bundesliga an den Start musste und seinen Staffelplatz nicht wahrnehmen konnte. „Ich habe gesagt, wenn sie keinen anderen auf die Schnelle finden, kann ich es schon machen. Weil nach so einer Langdistanz braucht der Körper eigentlich schon seine zwei Wochen, um wieder wettkampftauglich zu sein“, sagt der Triathlet.

Nichtsdestotrotz sei es das I-Tüpfelchen einer langen und seiner bisher besten Saison gewesen. Nach Ligaeinsätzen am Rothsee und in Nürnberg (bester TSG-Starter) und zusätzlich auf die Langdistanz zu trainieren, sei jetzt aber erst einmal Zeit für ein wenig Pause. Zumindest kurz, bevor es dann im November mit der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii losgeht.

aniel König beim Zieleinlauf des Quali-Rennens für den Ironman auf Hawaii. Nur 8:38:64 Stunden hat er für die Langdistanz gebraucht und somit sein Ticket gelöst. (Foto: finisherpix/privat)

01.09.2021

„Das Team hat mich aufgefangen“

Enrico Thomae startet für die TSG 08 Roth und berichtet über das Corona-Motivationstief und Teamgeist.

Mit fünf Einzelstartern geht die Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth am Sonntag. 5. September, bei ihrem Heimrennen, dem DATEV Challenge Roth, an den Start. Die weiteren Starter der TSG 08 Roth im Überblick.

Einer aus diesem Quintett ist Enrico Thomae, der es bei seiner Premiere auf der Langdistanz wissen und unter neun Stunden bleiben will. Zumindest war das die Zielsetzung des in der Altersklasse 35 startenden TSG-Sportlers, als er sich für den Challenge 2020 angemeldet hatte.
Die Absage des Wettkampfs nach großem Aufwand und vielen Trainingsstunden hat ihn dann in ein tiefes sportliches Loch gerissen, wie er selbst zugibt: „Ich war fertig, das Training ist mir danach wirklich schwergefallen“, sagt Thomae heute.
Als der promovierte Mathematiker Anfang 2018 mit seiner Frau aus den neuen Bundesländern nach Mittelfranken gezogen ist, da spielte nämlich der Triathlon durchaus eine Rolle. „Das Trainingsumfeld und die Leistungsdichte hier sind spitze. Ich habe die Spalter Berge, die Seen und natürlich den Kanal schnell lieben gelernt“, sagte Thomae damals. In der Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth war er auch in den Regionalliga-Wettkämpfen über die kürzeren Distanzen schnell am Start.

Seine Vereinskameraden waren es auch, die ihn aus seinem Motivationsloch wieder herausgezogen hätten, wie Thomae betont. „Das Team hat mich aufgefangen. Wieder in der Gruppe trainieren zu können, das war meine neue Motivation. Endgültig geplatzt sei der Knoten dann, als man tatsächlich wieder in kleinen Gruppen trainieren durfte“, erzählt Enrico Thomae.
So auch mit den Mit-Startenden von der TSG am Sonntag, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Charles Rutaremwa und Stefan Albust. Letzterer hat übrigens aus dem Jahr 2014 als Einziger dieses Quintetts Langdistanz-Erfahrung in Roth, für die anderen ist es der erste Start beim Heimrennen über die komplette Distanz.

Zu seiner eigenen Premiere nimmt Thomae auch gerne die Ratschläge seiner erfahrenen Mannschaftskameraden im TSG-Lager an. Wenn es denn im Wettkampf geht. „Vor drei Jahren war ich als Radfahrer in der Staffel dabei, und da habe ich schon die Fehler gemacht, vor denen mich vorher alle gewarnt haben“, berichtet Thomae lachend.

Der neun-Stunden-Traum
Beim ersten Start auf der langen Distanz unter neun Stunden zu bleiben, „davon träume ich in lichten Momenten immer noch“, sagt Thomae. Mit einer weiteren Aussage widerlegt er dann auch ein Stück weit die Assoziation von Triathlon und Individualsport: „Mittlerweile gibt mir die Mannschaftswertung den letzten Kick.“

Eine Verletzung hatte Enrico Thomae im Frühjahr zurückgeworfen, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch die Frage gestellt hat, „was kann ich meinem Körper zumuten?“. Und in dieser Zeit ist er auch zu einer weiteren Erkenntnis gekommen: „Das Training für eine Langdistanz zu überstehen, das ist schon mal die erste Challenge.“ Vor allem, wenn es sich quasi über Jahre hinzieht.
 

Charles Rutaremwa
„Ich will Roth fühlen“, sagt der erst vor ein paar Jahren hergezogene Triathlet, der den Challenge daher auch als eine Art Integrationsmaßnahme bezeichnet. Darüber hinaus wolle er herausfinden, was er aus seinem Körper nach 15 Jahren Kreisliga-Fußball noch so alles herausholen kann. Der Challenge sei daher die perfekte Möglichkeit, um sich fit zu halten und gesund zu ernähren.

Stefan Albust
Nach der ersten Teilnahme 2014 ist es sein zweiter Start beim Challenge. Das Ziel: Ein Finish unter zehn Stunden. Dafür hofft er auf ein gutes erstes Rennen seit Corona, im Idealfall bei sommerlichen Temperaturen. Am meisten freut er sich darauf, den Zieleinlauf zu überqueren und dort auf seine Frau und Familie zu treffen. Das alkoholfreie Weizen zur Belohnung dürfe dabei nicht fehlen.

Walter Federhofer
Für Federhofer ist es die erste Langdistanz und auch der erste Marathon. Die Vorbereitung sei super gelaufen. Er musste keine einzige Verletzungs-Pause einlegen und trainierte konstant nach dem Plan des Triathlon Magazins. Er geht ohne angepeilte Zeit ins Rennen, wenn es vom körperlichen passt, sei aber eine Zeit von elf Stunden möglich. „Ich will den Tag auf jeden Fall genießen so gut es geht.“

Madlin Bußinger
Bereits von Kindesalter an stand sie an der Challenge-Strecke in Roth und hat die Athletinnen und Athleten angefeuert. Dieses Jahr will sie sich das legendäre Rennen zum ersten Mal aus der Teilnehmer-Perspektive ansehen und nicht mehr nur passiv dabei sein. Das Finishen und vor allem den Tag und das Ereignis zu genießen stehen bei ihr daher im Vordergrund.

Text und Bild: Mathias Hochreuter

Foto: (v.l.n.rechts) Die Athleten vor der Kulisse der Challenge-Arena.
Charles Rutaremwa, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Stefan Albust, Enrico Thomae

30.08.2021

Bundesliga-Triathleten der TSG 08 Roth in Saarbrücken am Start

Niemand in Roth hätte in den unsicheren Zeiten, die noch im April oder Mai geherrscht haben gedacht, dass Ende August bereits das vierte Saisonrennen der 2. Bundesliga Süd anstehen wird. In Saarbrücken, wo normalerweise die Stars von Morgen für ihren Traum von Olympia trainieren, durften die Rother 2. Liga Triathleten Luis Höra, Elias Knoll, Simon Luff und Alexander Richter ihr Können unter Beweis stellen.

"Doch niemand wusste so richtig was auf uns zukommt, denn das Format gab es so in der Liga noch nie", erklärt der Mannschaftskapitän Richter.
Denn das Schwimmen fand in der beheizten 50 Meter Halle statt - was bei Außentemperaturen um 13 Grad und leichtem Nieselregen aber eine willkommene Abwechslung zum kalten Freiwasser war. Hier musste jeder Athlet 600m am Stück zurücklegen und zwar auf einer eigenen
Schwimmbahn ohne die Konkurrenz. Nach der letzten Bahn wurde per "Abklatschen" der nächste Athlet aus dem eigenen Team in Wasser geschickt. Die Schwimmzeiten aller vier Athleten wurden addiert. Hier konnte Elias Knoll mit einer sehr guten Schwimmzeit von 8min03sek die Rother Fahne hochhalten: "Mit meinem Schwimmen bin ich absolut zufrieden, da hat sich mein hartes Training in den vergangenen Wochen endlich mal ausgezahlt", so Knoll.

Nachdem der vierte Athlet seinen Teil im Wasser geleistet hat, ging es danach gemeinsam als erkennbare Gruppe auf die 20KM lange Radstrecke. Auch am Rad arbeiteten die Rother gut zusammen, denn das Windschattenfahren war diesmal nur innerhalb des eigenen Teams erlaubt.

Spätestens beim abschließenden Laufen über fünf Kilometer Distanz zeigten die Asse der TSG 08 Roth ihre Stärke und konnten mit der zweitschnellsten Team-Laufzeit um 17min07sek den zehnten Platz in der Mannschaftswertung nach Hause bringen. "Das wir Laufen können war uns im Vorfeld schon bewusst, natürlich muss es im Rennen aber ersteinmal umgesetzt werden. Das es geklappt hat, gibt uns nochmal viel Selbstvertrauen in unserer ersten Saison in der 2. Bundesliga", verrät Richter. Mit dem zehnten Platz sicherten die schwarz-rot-gelben Triathleten nämlich erneut ihr offizielles Ziel, einen soliden Mittelfeldplatz in der Tabelle mit 14 Mannschaften anzustreben.
 
Saisonabschluss winkt
Nun steht noch der Saison-Abschluss in Baunatal an. Ein weiteres, kräftezehrendes Wochenende mit Hotelübernachtung, langer Anfahrt und ungewohnten Umfeld, doch die Athleten freuen sich: "Die Saison macht einfach super viel Spaß und ich freue mich auf jedes Rennen. Aber ich bin auch froh, wenn das letzte Rennen vorbei ist, denn nach einer 12-wöchigen Wettkampfphase sind meine Speicher schon auch langsam aufgebraucht", so das 16-Jährige Nachwuchstalent Höra abschließend.
 

Text: Alex Richter
Foto: Sina Balach
Team-Foto von links nach rechts: Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra, Simon Luff

Team-Foto: (v.l.n.rechts) Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra und Simon Luff

Das Team während des  Wettkampfes.
 

15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 


Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen.

An der ersten Schwimmboje angekommen, dachte Alex Richter zunächst: "Hier stimmt doch was nicht. Weit und breit keiner da!"  Nach kurzen Panikmomenten realisierte er: "Ne Junge, du bist einfach nur ziemlich weit vorne im Feld." Tatsächlich konnte er einen ausgezeichneten Schwimmstart verbuchen, denn nach einer Schwimmstrecke von 1,5 km und einer Zeit von 21:13min verließ Richter das Wasser als Fünfter.

Bei top Radbedingungen - super Wetter, "geilem" Straßenbelag und Windstille- kam Richter sofort sehr gut in die Aero-Position und konnte sie lange halten. Auch die Ergebnisse nach dem 40 km am Rad konnten sich sehen lassen. Nach 59:40min, mit einem 42km/h Schnitt, erreichte der Athlet als Vierter die Wechselzone.

Das Laufen ließ Richter dann etwas verhaltener angehen, denn er dachte sich: "Auf der Distanz von 10 km kann Einiges passieren".

Der Versuch, den Rückstand zu Lukas Stengel zum Schmelzen zu bringen, gelang Richter wortwörtlich Schritt für Schritt. Stengel lag in Sichtweite auf Platz 3, der Abstand wurde immer geringer.

"Nach dem Überholvorgang, mit ein "paar selbstgedrällerten" Songs von Green Day im Kopf, (i walk a lonely road) ließ ich nichts mehr anbrennen", resümierte Richter und erreichte "mit einer 3:35 Pace völlig k.o." das Ziel.

Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott.

Alex Richter ist unglaublich dankbar über seine persönliche Entwicklung, denn vor 4 Jahren noch als unbekannter Quereinsteiger, betrat er in Ingolstadt das erste Stockerl in der Gesamtwertung eines Rennens.

Text: Alex Richter/ Guntram Rudolph
Fotos: A. Richter

12.09.2021

Challenge Roth 2021 - Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.
Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

Am 05.09.2021 um 07:15 Uhr war es endlich so weit. Nach knapp zwei Jahren Vorbereitung (auf Grund der Absage des Rennens im Jahr 2020) ging der TSG- Athlet Stefan Albust mit beim Challenge Roth Startgruppe 4 in seinen längsten Sporttag des Jahres.

Swim
Dass es gut läuft, bemerkte Stefan schon im Wasser. Er kam nach 1:08:38h, zwei Minuten schneller als geplant, aus dem Main-Donau-Kanal.

Die doch recht frischen Temperaturen an diesem sonnigen Herbsttag führten auf der anschließenden 170 km langen Radstrecke durch den wunderschönen Landkreis Roth anfangs zwar noch zu einem leichten Frösteln, was aber durch das Adrenalin und die pure Freude endlich wieder einen Langdistanz-Triathlon machen zu können, wett gemacht wurde.

Bike
Die erste Rad-Runde absolvierte Stefan ebenfalls mehr als gut, so dass er sich in der zweiten Rad- Hälfte etwas zurücknehmen konnte, um seine Beine für den anschließenden Marathon zu schonen. Auch wenn es auf der Radstrecke in diesem Jahr keine Stimmungsnester gab und auch der berühmt berüchtigte Solarer Berg nicht erklommen werden konnte, so war auf der Strecke eine ganz besondere Atmosphäre spürbar.

Die Familien und Zuschauer an der Strecke, aber auch die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen peitschten die Athleten über den Rundkurs durch den Landkreis Roth. Und so gelang Stefan eine hervorragende Radzeit, als er nach 4:54:43h sein Zeitfahrrad im Parc Fermé der Wechselzone 2 abstellen konnte.

Run
Mit frischen Gels und einer Sonnenbrille bewaffnet ging es bei guten 26 Grad und purem Sonnenschein auf den abschließenden Marathonstrecke. "Ein Tag wie man ihn sich nicht hätte besser wünschen können", so Albust. Bei seiner Paradedisziplin hatte er sich eine Zeit um die 3:20h vorgenommen.

Auch auf der Laufstrecke täuschte ihn sein postives Körpergefühl nicht und so konnte er schon auf den ersten Kilometern sein Tempo leicht anziehen. Als er auch nach der Halbmarathonmarke noch Körner im Tank hatte, entschied er sich, die Pace zu halten und alles auf eine Karte zu setzen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich dies letztendlich herausstellte. Zwar schmerzten die letzten Höhenmeter nach Büchenbach und zurück noch einmal richtig in den Beinen, doch auch hier halfen die aufmunternden und motivierenden Worte der Zuschauer am Streckenrand, die sich meist einen der begehrten Schattenplätze gesichert hatten.

Gegen 16:40 Uhr war es dann auch so weit: Albust erreichte nach einem 3:12:53h Marathon das Rother Zielstadion und überquerte nach insgesamt 09:25:17h mit einem Freudensprung und als schnellster TSG-Triathlet die Ziellinie des Challenge Roth.

Es war sein perfekter Sporttag und sicherlich das bisherige Highlight seiner Triathlonkarriere. Nicht nur, dass er seine Bestzeit von 11:12h auf 09:25h verbessern konnte und sein Ziel Sub10 deutlich erreicht hat, sondern auch, dass endlich wieder Triathlon und Sport möglich waren und man sich im Kampf gegen sich und die Uhr beweisen konnte.

Im Ziel war Albust überglücklich seine Frau und seine Familie zu sehen. Sein größter Dank geht auch an seine Frau, seine Familie und seinen Trainer, die ihn zu dieser sportlichen Höchstleistung angetrieben haben.

Stefan Albust hat es geschafft ... und ist glücklich.

12.09.2021

Christian Störzer gewinnt als Age Grouper den Ironman Thun

Der erfahrene Triathlet erlebte in der Schweiz ein perfekt organisiertes, aber strapaziöses Triathlon-Rennen inmitten einer super Location. Bei 16 Grad Wassertemperatur im glasklaren Thuner See ein erfrischender Einstieg in den Tag.

Und wieder einmal konnte der Mittelfranke Störzer zeigen, was er drauf hat.
Der Starter der Triathlonabteilung der TSG 08 Roth punktete am Ende des Schweizer Langdistanz- Rennens mit einer Gesamtzeit von 8:15h und siegte mit einer hervorragenden Leistung als Age Grouper (nach Ironman Lanzerote) zum zweiten Mal in Folge. 
In der Gesamtwertung (Amateur- und Profi-Athleten) belegte er den Platz 11.

Er lobte die ausgezeichnete Betreuung der Athleten, die perfekt ausgeschilderten Lauf-und Radstrecken und die frischen Croissants.
Dabei lief es für ihn am Anfang des Tages gar nicht so gut: "Mir war zeitweise schlecht und ich hatte auch Probleme beim Laufen. Zum Glück konnte ich das alles mit der Zeit wieder in den Griff bekommen."

Belohnt wurde seine harte Trainingsarbeit somit nicht nur mit dem hervorragenden Ergebnis in Thun. Störzer löste mit diesem Sieg für den legendären und heißbegehrten Ironman auf Hawai, nach seinem bereits vorangegangenen Altersklassen - Sieg auf Lanzarote, noch einen weiteren Slot. Für ihn besteht nun die Möglichkeit im Februar 2022, am bereits verschobenen Ironman, wie auch am Ironman Hawai zum regulären Renntermin im September 2022 teilzunehmen.
Im nächsten Jahr auf Hawai zwei Mal starten zu dürfen, bedeutet für den Amateurathleten nicht nur eine "Wahnsinnschance", sondern auch eine "gigantische Herausforderung" an seine gesamte Trainingsroutine.

"Zusätzlich zu den körperlichen Belastungen und meinem Berufsalltag als Pilot ist die Vorbereitung auf  zwei Langdistanzrennen und zwei Reisen in die USA sowohl für meine Familie als auch für mich ein gewaltiger logistischer Aufwand", so Störzer.  Aber wie erwartet, wird er an beiden Rennen starten und bedankt sich jetzt schon für die Unterstützung seiner Ehefrau. Ohne die Familie im Hintergrund: Unmöglich!

Ein weiteres Highlight des Tages gab es für Störzer am Laufkilometer 5. "Bei einer Wahnsinnsstimmung unter den Zuschauern und herrlichem Alpenwetter konnte ich einige Zeit Kopf an Kopf mit der bereits legendären und späteren Gesamtsiegerin des Rennens Daniela Ryf laufen und sie dann überholen."

Jetzt heißt es für ihn erst einmal: "Beine hochlegen und regenerieren... aber die nächsten Planungen laufen schon!"

Zeiten:
Die Schwimmstrecke wurde verkürzt.

Schwimmen:  - 42:53 min (3.0000 m)
Rad: - 4:34:52 h (2.100 Höhenmeter)
Lauf: - 2:53:01 h

06.09.2021

„Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit“

Triathlon Daniel König von der TSG 08 Roth hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. Eine Woche später startete er beim Challenge in der Staffel. Von Oliver Haas

Eine Woche nach der Langdistanz war mir schon klar, dass ich heute keine Bestzeit aufstellen werde“, sagt Daniel König nüchtern. Deshalb sei er mit seiner Leistung beim gestrigen Challenge ganz zufrieden. In stabilen 54 Minuten hat der Staffelteilnehmer vom Team Speck Zwei die Schwimmstrecke absolviert – und das obwohl er sich eine Woche zuvor beim Langdistanz-Wettkampf in Hamburg für den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr qualifiziert hat.

Acht Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden hat der Abenberger beim Qualifikationsrennen gebraucht und sicherte sich den ersten Platz in seiner Altersklasse ( 25-29). Im Gesamtranking lief er mit Platz vier nur knapp am Treppchen vorbei. Egal, Hauptsache dabei auf der Pazifik-Insel im Oktober 2022. Nur einer aus der Klasse konnte sich das Ticket lösen. „Sonst ist immer jemand schneller als man selbst. An dem Tag war mir aber klar, dass ich der Schnellste sein muss“, sagt König. Nachdem die Teilnahme im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, musste er in diesem Jahr eine schnellere Zeit abliefern, da er in die höhere Altersklasse gerutscht ist.

Es war tatsächlich seine erste Langdistanz und dann gleich so ein Spitzen-Ergebnis. „Ich habe schon gewusst, dass ich fit bin und eine gute Zeit drin ist. Bei allen Disziplinen war noch Luft nach oben. An einem sehr guten Tag wären auch acht Stunden und 15 Minuten drin“, ist König überzeugt. Zum Triathlon ist der frühere Handballspieler durch die Familie gekommen. „Mein Vater war Marathon-Läufer, da bin ich beim Training oft mit dem Rad nebenher gefahren. 2007 hat mich mein Bruder mit zum Radfahren bei der TSG genommen“, erinnert sich König und fügt schmunzelnd hinzu: „Am Anfang musste man mich etwas zwingen. Mein Bruder hat mich dann oft am Samstagmorgen geweckt und gemeint ,In 15 Minuten fahren wir los’. Da hatte ich als kleiner Bruder nicht so viel zu verhandeln.“

Hartes und vor allem viel Training war auch nötig, um solche Zeiten zu erreichen oder mittlerweile für die erste Mannschaft der TSG 08 Roth in der zweiten Triathlon Bundesliga an den Start zu gehen. Denn während er im Handball recht talentiert gewesen sei, musste er sich bei den Triathlon-Disziplinen alles erarbeiten. Die Lieblings-Disziplin des 25-Jährigen ist das Radfahren, aber eine besondere Stärke habe er nicht, sagt König: „Meine Zeiten sind ganz ausgeglichen. Ich versuche möglichst konstant zu bleiben. In Hamburg ist das auch aufgegangen.“

Das tolle Flair genießen
Der Student für International Business and Technology, Maschinenbau auf Englisch, wie König selbst scherzt, berichtet über seinen Sport und die Wettkämpfe in einer tiefen Gelassenheit. Die habe sich bei ihm irgendwann eingependelt. „Mit etwa 16 Jahren hab ich mich schon arg reingestresst. Jetzt macht es mir einfach Spaß, mit Freunden zu trainieren und ordentlich über die Strecke zu ballern“, sagte König ganz sachlich und fügt hinzu: „Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit hat ein Kumpel immer gesagt“.

Zwar geht König sehr ambitioniert in die Wettkämpfe, wie sein jüngstes Ergebnis in Hamburg oder die Zeiten in der Liga beweisen, aber bei manchen Events gehe es ihm auch darum, das besondere Flair aufzusaugen. So wird es auf Hawaii sein, und so war es auch gestern beim Challenge. Der junge Triathlet hatte sogar die Zeit, während des Schwimmens seinen Eltern zuzuwinken. „Meinen Vater hab ich aus dem Augenwinkel an seiner quietschgelben Laufjacke erkannt. Beim nächsten Kraulzug hab ihnen gleich zugewunken.“

Der Start beim Challenge sei durchaus angenehmer gewesen, als so mancher in der Liga. „Da passiert es schon häufiger, dass man mal die Rückhand oder einen Ellenbogen beim Kraulen ins Gesicht bekommt, weil doch alle einigermaßen gleich schnell sind. Im Kanal hat sich das jedoch relativ schnell entzerrt“, berichtet er aus seiner Erfahrung. Beim Challenge ist er bereits ein paar Mal in der Schwimmstaffel gestartet.

Der heutige Start war allerdings nicht so recht geplant. König ist für einen Teamkollegen eingesprungen, der am Wochenende doch in der Zweiten Bundesliga an den Start musste und seinen Staffelplatz nicht wahrnehmen konnte. „Ich habe gesagt, wenn sie keinen anderen auf die Schnelle finden, kann ich es schon machen. Weil nach so einer Langdistanz braucht der Körper eigentlich schon seine zwei Wochen, um wieder wettkampftauglich zu sein“, sagt der Triathlet.

Nichtsdestotrotz sei es das I-Tüpfelchen einer langen und seiner bisher besten Saison gewesen. Nach Ligaeinsätzen am Rothsee und in Nürnberg (bester TSG-Starter) und zusätzlich auf die Langdistanz zu trainieren, sei jetzt aber erst einmal Zeit für ein wenig Pause. Zumindest kurz, bevor es dann im November mit der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii losgeht.

aniel König beim Zieleinlauf des Quali-Rennens für den Ironman auf Hawaii. Nur 8:38:64 Stunden hat er für die Langdistanz gebraucht und somit sein Ticket gelöst. (Foto: finisherpix/privat)

01.09.2021

„Das Team hat mich aufgefangen“

Enrico Thomae startet für die TSG 08 Roth und berichtet über das Corona-Motivationstief und Teamgeist.

Mit fünf Einzelstartern geht die Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth am Sonntag. 5. September, bei ihrem Heimrennen, dem DATEV Challenge Roth, an den Start. Die weiteren Starter der TSG 08 Roth im Überblick.

Einer aus diesem Quintett ist Enrico Thomae, der es bei seiner Premiere auf der Langdistanz wissen und unter neun Stunden bleiben will. Zumindest war das die Zielsetzung des in der Altersklasse 35 startenden TSG-Sportlers, als er sich für den Challenge 2020 angemeldet hatte.
Die Absage des Wettkampfs nach großem Aufwand und vielen Trainingsstunden hat ihn dann in ein tiefes sportliches Loch gerissen, wie er selbst zugibt: „Ich war fertig, das Training ist mir danach wirklich schwergefallen“, sagt Thomae heute.
Als der promovierte Mathematiker Anfang 2018 mit seiner Frau aus den neuen Bundesländern nach Mittelfranken gezogen ist, da spielte nämlich der Triathlon durchaus eine Rolle. „Das Trainingsumfeld und die Leistungsdichte hier sind spitze. Ich habe die Spalter Berge, die Seen und natürlich den Kanal schnell lieben gelernt“, sagte Thomae damals. In der Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth war er auch in den Regionalliga-Wettkämpfen über die kürzeren Distanzen schnell am Start.

Seine Vereinskameraden waren es auch, die ihn aus seinem Motivationsloch wieder herausgezogen hätten, wie Thomae betont. „Das Team hat mich aufgefangen. Wieder in der Gruppe trainieren zu können, das war meine neue Motivation. Endgültig geplatzt sei der Knoten dann, als man tatsächlich wieder in kleinen Gruppen trainieren durfte“, erzählt Enrico Thomae.
So auch mit den Mit-Startenden von der TSG am Sonntag, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Charles Rutaremwa und Stefan Albust. Letzterer hat übrigens aus dem Jahr 2014 als Einziger dieses Quintetts Langdistanz-Erfahrung in Roth, für die anderen ist es der erste Start beim Heimrennen über die komplette Distanz.

Zu seiner eigenen Premiere nimmt Thomae auch gerne die Ratschläge seiner erfahrenen Mannschaftskameraden im TSG-Lager an. Wenn es denn im Wettkampf geht. „Vor drei Jahren war ich als Radfahrer in der Staffel dabei, und da habe ich schon die Fehler gemacht, vor denen mich vorher alle gewarnt haben“, berichtet Thomae lachend.

Der neun-Stunden-Traum
Beim ersten Start auf der langen Distanz unter neun Stunden zu bleiben, „davon träume ich in lichten Momenten immer noch“, sagt Thomae. Mit einer weiteren Aussage widerlegt er dann auch ein Stück weit die Assoziation von Triathlon und Individualsport: „Mittlerweile gibt mir die Mannschaftswertung den letzten Kick.“

Eine Verletzung hatte Enrico Thomae im Frühjahr zurückgeworfen, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch die Frage gestellt hat, „was kann ich meinem Körper zumuten?“. Und in dieser Zeit ist er auch zu einer weiteren Erkenntnis gekommen: „Das Training für eine Langdistanz zu überstehen, das ist schon mal die erste Challenge.“ Vor allem, wenn es sich quasi über Jahre hinzieht.
 

Charles Rutaremwa
„Ich will Roth fühlen“, sagt der erst vor ein paar Jahren hergezogene Triathlet, der den Challenge daher auch als eine Art Integrationsmaßnahme bezeichnet. Darüber hinaus wolle er herausfinden, was er aus seinem Körper nach 15 Jahren Kreisliga-Fußball noch so alles herausholen kann. Der Challenge sei daher die perfekte Möglichkeit, um sich fit zu halten und gesund zu ernähren.

Stefan Albust
Nach der ersten Teilnahme 2014 ist es sein zweiter Start beim Challenge. Das Ziel: Ein Finish unter zehn Stunden. Dafür hofft er auf ein gutes erstes Rennen seit Corona, im Idealfall bei sommerlichen Temperaturen. Am meisten freut er sich darauf, den Zieleinlauf zu überqueren und dort auf seine Frau und Familie zu treffen. Das alkoholfreie Weizen zur Belohnung dürfe dabei nicht fehlen.

Walter Federhofer
Für Federhofer ist es die erste Langdistanz und auch der erste Marathon. Die Vorbereitung sei super gelaufen. Er musste keine einzige Verletzungs-Pause einlegen und trainierte konstant nach dem Plan des Triathlon Magazins. Er geht ohne angepeilte Zeit ins Rennen, wenn es vom körperlichen passt, sei aber eine Zeit von elf Stunden möglich. „Ich will den Tag auf jeden Fall genießen so gut es geht.“

Madlin Bußinger
Bereits von Kindesalter an stand sie an der Challenge-Strecke in Roth und hat die Athletinnen und Athleten angefeuert. Dieses Jahr will sie sich das legendäre Rennen zum ersten Mal aus der Teilnehmer-Perspektive ansehen und nicht mehr nur passiv dabei sein. Das Finishen und vor allem den Tag und das Ereignis zu genießen stehen bei ihr daher im Vordergrund.

Text und Bild: Mathias Hochreuter

Foto: (v.l.n.rechts) Die Athleten vor der Kulisse der Challenge-Arena.
Charles Rutaremwa, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Stefan Albust, Enrico Thomae

30.08.2021

Bundesliga-Triathleten der TSG 08 Roth in Saarbrücken am Start

Niemand in Roth hätte in den unsicheren Zeiten, die noch im April oder Mai geherrscht haben gedacht, dass Ende August bereits das vierte Saisonrennen der 2. Bundesliga Süd anstehen wird. In Saarbrücken, wo normalerweise die Stars von Morgen für ihren Traum von Olympia trainieren, durften die Rother 2. Liga Triathleten Luis Höra, Elias Knoll, Simon Luff und Alexander Richter ihr Können unter Beweis stellen.

"Doch niemand wusste so richtig was auf uns zukommt, denn das Format gab es so in der Liga noch nie", erklärt der Mannschaftskapitän Richter.
Denn das Schwimmen fand in der beheizten 50 Meter Halle statt - was bei Außentemperaturen um 13 Grad und leichtem Nieselregen aber eine willkommene Abwechslung zum kalten Freiwasser war. Hier musste jeder Athlet 600m am Stück zurücklegen und zwar auf einer eigenen
Schwimmbahn ohne die Konkurrenz. Nach der letzten Bahn wurde per "Abklatschen" der nächste Athlet aus dem eigenen Team in Wasser geschickt. Die Schwimmzeiten aller vier Athleten wurden addiert. Hier konnte Elias Knoll mit einer sehr guten Schwimmzeit von 8min03sek die Rother Fahne hochhalten: "Mit meinem Schwimmen bin ich absolut zufrieden, da hat sich mein hartes Training in den vergangenen Wochen endlich mal ausgezahlt", so Knoll.

Nachdem der vierte Athlet seinen Teil im Wasser geleistet hat, ging es danach gemeinsam als erkennbare Gruppe auf die 20KM lange Radstrecke. Auch am Rad arbeiteten die Rother gut zusammen, denn das Windschattenfahren war diesmal nur innerhalb des eigenen Teams erlaubt.

Spätestens beim abschließenden Laufen über fünf Kilometer Distanz zeigten die Asse der TSG 08 Roth ihre Stärke und konnten mit der zweitschnellsten Team-Laufzeit um 17min07sek den zehnten Platz in der Mannschaftswertung nach Hause bringen. "Das wir Laufen können war uns im Vorfeld schon bewusst, natürlich muss es im Rennen aber ersteinmal umgesetzt werden. Das es geklappt hat, gibt uns nochmal viel Selbstvertrauen in unserer ersten Saison in der 2. Bundesliga", verrät Richter. Mit dem zehnten Platz sicherten die schwarz-rot-gelben Triathleten nämlich erneut ihr offizielles Ziel, einen soliden Mittelfeldplatz in der Tabelle mit 14 Mannschaften anzustreben.
 
Saisonabschluss winkt
Nun steht noch der Saison-Abschluss in Baunatal an. Ein weiteres, kräftezehrendes Wochenende mit Hotelübernachtung, langer Anfahrt und ungewohnten Umfeld, doch die Athleten freuen sich: "Die Saison macht einfach super viel Spaß und ich freue mich auf jedes Rennen. Aber ich bin auch froh, wenn das letzte Rennen vorbei ist, denn nach einer 12-wöchigen Wettkampfphase sind meine Speicher schon auch langsam aufgebraucht", so das 16-Jährige Nachwuchstalent Höra abschließend.
 

Text: Alex Richter
Foto: Sina Balach
Team-Foto von links nach rechts: Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra, Simon Luff

Team-Foto: (v.l.n.rechts) Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra und Simon Luff

Das Team während des  Wettkampfes.
 

Eine neue Mannschaft als Bindeglied

Mit der Gründung einer weiteren TSG 08 Roth Liga-Mannschaft soll eine Verbindung zu den bestehenden höheren Mannschaften (2. Bundesliga, Regionalliga) hergestellt werden.

Am vergangenen Wochenende war es dann soweit: Der lang geplante, gemeinsame Trainingstag fand statt. Mannschaftsführer Felix Federhofer und Organisator Charles Rutaremwa und 10 erfahrene Breitensportler nahmen mit maximaler Motivation und Begeisterung am strukturierten Training teil.

Charles Rutaremwa, selbst leidenschaftlicher Triathlet betonte, dass vor allem für die Jugend eine sportliche Perspektive geboten werden soll, damit Wettkampfluft im Ligabetrieb geschnuppert werden kann. Gleichzeitig wollen wir den Breitensport stärken, damit für Jedermann die Möglichkeit besteht, ebenfalls in einer Liga starten zu können.

Die Bilder zeigen Ausschnitte vom gemeinsamen Rad-, Schwimm- und Lauftraining rund um den Rothsee.

15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 


Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen.

An der ersten Schwimmboje angekommen, dachte Alex Richter zunächst: "Hier stimmt doch was nicht. Weit und breit keiner da!"  Nach kurzen Panikmomenten realisierte er: "Ne Junge, du bist einfach nur ziemlich weit vorne im Feld." Tatsächlich konnte er einen ausgezeichneten Schwimmstart verbuchen, denn nach einer Schwimmstrecke von 1,5 km und einer Zeit von 21:13min verließ Richter das Wasser als Fünfter.

Bei top Radbedingungen - super Wetter, "geilem" Straßenbelag und Windstille- kam Richter sofort sehr gut in die Aero-Position und konnte sie lange halten. Auch die Ergebnisse nach dem 40 km am Rad konnten sich sehen lassen. Nach 59:40min, mit einem 42km/h Schnitt, erreichte der Athlet als Vierter die Wechselzone.

Das Laufen ließ Richter dann etwas verhaltener angehen, denn er dachte sich: "Auf der Distanz von 10 km kann Einiges passieren".

Der Versuch, den Rückstand zu Lukas Stengel zum Schmelzen zu bringen, gelang Richter wortwörtlich Schritt für Schritt. Stengel lag in Sichtweite auf Platz 3, der Abstand wurde immer geringer.

"Nach dem Überholvorgang, mit ein "paar selbstgedrällerten" Songs von Green Day im Kopf, (i walk a lonely road) ließ ich nichts mehr anbrennen", resümierte Richter und erreichte "mit einer 3:35 Pace völlig k.o." das Ziel.

Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott.

Alex Richter ist unglaublich dankbar über seine persönliche Entwicklung, denn vor 4 Jahren noch als unbekannter Quereinsteiger, betrat er in Ingolstadt das erste Stockerl in der Gesamtwertung eines Rennens.

Text: Alex Richter/ Guntram Rudolph
Fotos: A. Richter

12.09.2021

Challenge Roth 2021 - Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.
Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

Am 05.09.2021 um 07:15 Uhr war es endlich so weit. Nach knapp zwei Jahren Vorbereitung (auf Grund der Absage des Rennens im Jahr 2020) ging der TSG- Athlet Stefan Albust mit beim Challenge Roth Startgruppe 4 in seinen längsten Sporttag des Jahres.

Swim
Dass es gut läuft, bemerkte Stefan schon im Wasser. Er kam nach 1:08:38h, zwei Minuten schneller als geplant, aus dem Main-Donau-Kanal.

Die doch recht frischen Temperaturen an diesem sonnigen Herbsttag führten auf der anschließenden 170 km langen Radstrecke durch den wunderschönen Landkreis Roth anfangs zwar noch zu einem leichten Frösteln, was aber durch das Adrenalin und die pure Freude endlich wieder einen Langdistanz-Triathlon machen zu können, wett gemacht wurde.

Bike
Die erste Rad-Runde absolvierte Stefan ebenfalls mehr als gut, so dass er sich in der zweiten Rad- Hälfte etwas zurücknehmen konnte, um seine Beine für den anschließenden Marathon zu schonen. Auch wenn es auf der Radstrecke in diesem Jahr keine Stimmungsnester gab und auch der berühmt berüchtigte Solarer Berg nicht erklommen werden konnte, so war auf der Strecke eine ganz besondere Atmosphäre spürbar.

Die Familien und Zuschauer an der Strecke, aber auch die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen peitschten die Athleten über den Rundkurs durch den Landkreis Roth. Und so gelang Stefan eine hervorragende Radzeit, als er nach 4:54:43h sein Zeitfahrrad im Parc Fermé der Wechselzone 2 abstellen konnte.

Run
Mit frischen Gels und einer Sonnenbrille bewaffnet ging es bei guten 26 Grad und purem Sonnenschein auf den abschließenden Marathonstrecke. "Ein Tag wie man ihn sich nicht hätte besser wünschen können", so Albust. Bei seiner Paradedisziplin hatte er sich eine Zeit um die 3:20h vorgenommen.

Auch auf der Laufstrecke täuschte ihn sein postives Körpergefühl nicht und so konnte er schon auf den ersten Kilometern sein Tempo leicht anziehen. Als er auch nach der Halbmarathonmarke noch Körner im Tank hatte, entschied er sich, die Pace zu halten und alles auf eine Karte zu setzen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich dies letztendlich herausstellte. Zwar schmerzten die letzten Höhenmeter nach Büchenbach und zurück noch einmal richtig in den Beinen, doch auch hier halfen die aufmunternden und motivierenden Worte der Zuschauer am Streckenrand, die sich meist einen der begehrten Schattenplätze gesichert hatten.

Gegen 16:40 Uhr war es dann auch so weit: Albust erreichte nach einem 3:12:53h Marathon das Rother Zielstadion und überquerte nach insgesamt 09:25:17h mit einem Freudensprung und als schnellster TSG-Triathlet die Ziellinie des Challenge Roth.

Es war sein perfekter Sporttag und sicherlich das bisherige Highlight seiner Triathlonkarriere. Nicht nur, dass er seine Bestzeit von 11:12h auf 09:25h verbessern konnte und sein Ziel Sub10 deutlich erreicht hat, sondern auch, dass endlich wieder Triathlon und Sport möglich waren und man sich im Kampf gegen sich und die Uhr beweisen konnte.

Im Ziel war Albust überglücklich seine Frau und seine Familie zu sehen. Sein größter Dank geht auch an seine Frau, seine Familie und seinen Trainer, die ihn zu dieser sportlichen Höchstleistung angetrieben haben.

Stefan Albust hat es geschafft ... und ist glücklich.

12.09.2021

Christian Störzer gewinnt als Age Grouper den Ironman Thun

Der erfahrene Triathlet erlebte in der Schweiz ein perfekt organisiertes, aber strapaziöses Triathlon-Rennen inmitten einer super Location. Bei 16 Grad Wassertemperatur im glasklaren Thuner See ein erfrischender Einstieg in den Tag.

Und wieder einmal konnte der Mittelfranke Störzer zeigen, was er drauf hat.
Der Starter der Triathlonabteilung der TSG 08 Roth punktete am Ende des Schweizer Langdistanz- Rennens mit einer Gesamtzeit von 8:15h und siegte mit einer hervorragenden Leistung als Age Grouper (nach Ironman Lanzerote) zum zweiten Mal in Folge. 
In der Gesamtwertung (Amateur- und Profi-Athleten) belegte er den Platz 11.

Er lobte die ausgezeichnete Betreuung der Athleten, die perfekt ausgeschilderten Lauf-und Radstrecken und die frischen Croissants.
Dabei lief es für ihn am Anfang des Tages gar nicht so gut: "Mir war zeitweise schlecht und ich hatte auch Probleme beim Laufen. Zum Glück konnte ich das alles mit der Zeit wieder in den Griff bekommen."

Belohnt wurde seine harte Trainingsarbeit somit nicht nur mit dem hervorragenden Ergebnis in Thun. Störzer löste mit diesem Sieg für den legendären und heißbegehrten Ironman auf Hawai, nach seinem bereits vorangegangenen Altersklassen - Sieg auf Lanzarote, noch einen weiteren Slot. Für ihn besteht nun die Möglichkeit im Februar 2022, am bereits verschobenen Ironman, wie auch am Ironman Hawai zum regulären Renntermin im September 2022 teilzunehmen.
Im nächsten Jahr auf Hawai zwei Mal starten zu dürfen, bedeutet für den Amateurathleten nicht nur eine "Wahnsinnschance", sondern auch eine "gigantische Herausforderung" an seine gesamte Trainingsroutine.

"Zusätzlich zu den körperlichen Belastungen und meinem Berufsalltag als Pilot ist die Vorbereitung auf  zwei Langdistanzrennen und zwei Reisen in die USA sowohl für meine Familie als auch für mich ein gewaltiger logistischer Aufwand", so Störzer.  Aber wie erwartet, wird er an beiden Rennen starten und bedankt sich jetzt schon für die Unterstützung seiner Ehefrau. Ohne die Familie im Hintergrund: Unmöglich!

Ein weiteres Highlight des Tages gab es für Störzer am Laufkilometer 5. "Bei einer Wahnsinnsstimmung unter den Zuschauern und herrlichem Alpenwetter konnte ich einige Zeit Kopf an Kopf mit der bereits legendären und späteren Gesamtsiegerin des Rennens Daniela Ryf laufen und sie dann überholen."

Jetzt heißt es für ihn erst einmal: "Beine hochlegen und regenerieren... aber die nächsten Planungen laufen schon!"

Zeiten:
Die Schwimmstrecke wurde verkürzt.

Schwimmen:  - 42:53 min (3.0000 m)
Rad: - 4:34:52 h (2.100 Höhenmeter)
Lauf: - 2:53:01 h

06.09.2021

„Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit“

Triathlon Daniel König von der TSG 08 Roth hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. Eine Woche später startete er beim Challenge in der Staffel. Von Oliver Haas

Eine Woche nach der Langdistanz war mir schon klar, dass ich heute keine Bestzeit aufstellen werde“, sagt Daniel König nüchtern. Deshalb sei er mit seiner Leistung beim gestrigen Challenge ganz zufrieden. In stabilen 54 Minuten hat der Staffelteilnehmer vom Team Speck Zwei die Schwimmstrecke absolviert – und das obwohl er sich eine Woche zuvor beim Langdistanz-Wettkampf in Hamburg für den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr qualifiziert hat.

Acht Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden hat der Abenberger beim Qualifikationsrennen gebraucht und sicherte sich den ersten Platz in seiner Altersklasse ( 25-29). Im Gesamtranking lief er mit Platz vier nur knapp am Treppchen vorbei. Egal, Hauptsache dabei auf der Pazifik-Insel im Oktober 2022. Nur einer aus der Klasse konnte sich das Ticket lösen. „Sonst ist immer jemand schneller als man selbst. An dem Tag war mir aber klar, dass ich der Schnellste sein muss“, sagt König. Nachdem die Teilnahme im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, musste er in diesem Jahr eine schnellere Zeit abliefern, da er in die höhere Altersklasse gerutscht ist.

Es war tatsächlich seine erste Langdistanz und dann gleich so ein Spitzen-Ergebnis. „Ich habe schon gewusst, dass ich fit bin und eine gute Zeit drin ist. Bei allen Disziplinen war noch Luft nach oben. An einem sehr guten Tag wären auch acht Stunden und 15 Minuten drin“, ist König überzeugt. Zum Triathlon ist der frühere Handballspieler durch die Familie gekommen. „Mein Vater war Marathon-Läufer, da bin ich beim Training oft mit dem Rad nebenher gefahren. 2007 hat mich mein Bruder mit zum Radfahren bei der TSG genommen“, erinnert sich König und fügt schmunzelnd hinzu: „Am Anfang musste man mich etwas zwingen. Mein Bruder hat mich dann oft am Samstagmorgen geweckt und gemeint ,In 15 Minuten fahren wir los’. Da hatte ich als kleiner Bruder nicht so viel zu verhandeln.“

Hartes und vor allem viel Training war auch nötig, um solche Zeiten zu erreichen oder mittlerweile für die erste Mannschaft der TSG 08 Roth in der zweiten Triathlon Bundesliga an den Start zu gehen. Denn während er im Handball recht talentiert gewesen sei, musste er sich bei den Triathlon-Disziplinen alles erarbeiten. Die Lieblings-Disziplin des 25-Jährigen ist das Radfahren, aber eine besondere Stärke habe er nicht, sagt König: „Meine Zeiten sind ganz ausgeglichen. Ich versuche möglichst konstant zu bleiben. In Hamburg ist das auch aufgegangen.“

Das tolle Flair genießen
Der Student für International Business and Technology, Maschinenbau auf Englisch, wie König selbst scherzt, berichtet über seinen Sport und die Wettkämpfe in einer tiefen Gelassenheit. Die habe sich bei ihm irgendwann eingependelt. „Mit etwa 16 Jahren hab ich mich schon arg reingestresst. Jetzt macht es mir einfach Spaß, mit Freunden zu trainieren und ordentlich über die Strecke zu ballern“, sagte König ganz sachlich und fügt hinzu: „Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit hat ein Kumpel immer gesagt“.

Zwar geht König sehr ambitioniert in die Wettkämpfe, wie sein jüngstes Ergebnis in Hamburg oder die Zeiten in der Liga beweisen, aber bei manchen Events gehe es ihm auch darum, das besondere Flair aufzusaugen. So wird es auf Hawaii sein, und so war es auch gestern beim Challenge. Der junge Triathlet hatte sogar die Zeit, während des Schwimmens seinen Eltern zuzuwinken. „Meinen Vater hab ich aus dem Augenwinkel an seiner quietschgelben Laufjacke erkannt. Beim nächsten Kraulzug hab ihnen gleich zugewunken.“

Der Start beim Challenge sei durchaus angenehmer gewesen, als so mancher in der Liga. „Da passiert es schon häufiger, dass man mal die Rückhand oder einen Ellenbogen beim Kraulen ins Gesicht bekommt, weil doch alle einigermaßen gleich schnell sind. Im Kanal hat sich das jedoch relativ schnell entzerrt“, berichtet er aus seiner Erfahrung. Beim Challenge ist er bereits ein paar Mal in der Schwimmstaffel gestartet.

Der heutige Start war allerdings nicht so recht geplant. König ist für einen Teamkollegen eingesprungen, der am Wochenende doch in der Zweiten Bundesliga an den Start musste und seinen Staffelplatz nicht wahrnehmen konnte. „Ich habe gesagt, wenn sie keinen anderen auf die Schnelle finden, kann ich es schon machen. Weil nach so einer Langdistanz braucht der Körper eigentlich schon seine zwei Wochen, um wieder wettkampftauglich zu sein“, sagt der Triathlet.

Nichtsdestotrotz sei es das I-Tüpfelchen einer langen und seiner bisher besten Saison gewesen. Nach Ligaeinsätzen am Rothsee und in Nürnberg (bester TSG-Starter) und zusätzlich auf die Langdistanz zu trainieren, sei jetzt aber erst einmal Zeit für ein wenig Pause. Zumindest kurz, bevor es dann im November mit der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii losgeht.

aniel König beim Zieleinlauf des Quali-Rennens für den Ironman auf Hawaii. Nur 8:38:64 Stunden hat er für die Langdistanz gebraucht und somit sein Ticket gelöst. (Foto: finisherpix/privat)

01.09.2021

„Das Team hat mich aufgefangen“

Enrico Thomae startet für die TSG 08 Roth und berichtet über das Corona-Motivationstief und Teamgeist.

Mit fünf Einzelstartern geht die Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth am Sonntag. 5. September, bei ihrem Heimrennen, dem DATEV Challenge Roth, an den Start. Die weiteren Starter der TSG 08 Roth im Überblick.

Einer aus diesem Quintett ist Enrico Thomae, der es bei seiner Premiere auf der Langdistanz wissen und unter neun Stunden bleiben will. Zumindest war das die Zielsetzung des in der Altersklasse 35 startenden TSG-Sportlers, als er sich für den Challenge 2020 angemeldet hatte.
Die Absage des Wettkampfs nach großem Aufwand und vielen Trainingsstunden hat ihn dann in ein tiefes sportliches Loch gerissen, wie er selbst zugibt: „Ich war fertig, das Training ist mir danach wirklich schwergefallen“, sagt Thomae heute.
Als der promovierte Mathematiker Anfang 2018 mit seiner Frau aus den neuen Bundesländern nach Mittelfranken gezogen ist, da spielte nämlich der Triathlon durchaus eine Rolle. „Das Trainingsumfeld und die Leistungsdichte hier sind spitze. Ich habe die Spalter Berge, die Seen und natürlich den Kanal schnell lieben gelernt“, sagte Thomae damals. In der Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth war er auch in den Regionalliga-Wettkämpfen über die kürzeren Distanzen schnell am Start.

Seine Vereinskameraden waren es auch, die ihn aus seinem Motivationsloch wieder herausgezogen hätten, wie Thomae betont. „Das Team hat mich aufgefangen. Wieder in der Gruppe trainieren zu können, das war meine neue Motivation. Endgültig geplatzt sei der Knoten dann, als man tatsächlich wieder in kleinen Gruppen trainieren durfte“, erzählt Enrico Thomae.
So auch mit den Mit-Startenden von der TSG am Sonntag, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Charles Rutaremwa und Stefan Albust. Letzterer hat übrigens aus dem Jahr 2014 als Einziger dieses Quintetts Langdistanz-Erfahrung in Roth, für die anderen ist es der erste Start beim Heimrennen über die komplette Distanz.

Zu seiner eigenen Premiere nimmt Thomae auch gerne die Ratschläge seiner erfahrenen Mannschaftskameraden im TSG-Lager an. Wenn es denn im Wettkampf geht. „Vor drei Jahren war ich als Radfahrer in der Staffel dabei, und da habe ich schon die Fehler gemacht, vor denen mich vorher alle gewarnt haben“, berichtet Thomae lachend.

Der neun-Stunden-Traum
Beim ersten Start auf der langen Distanz unter neun Stunden zu bleiben, „davon träume ich in lichten Momenten immer noch“, sagt Thomae. Mit einer weiteren Aussage widerlegt er dann auch ein Stück weit die Assoziation von Triathlon und Individualsport: „Mittlerweile gibt mir die Mannschaftswertung den letzten Kick.“

Eine Verletzung hatte Enrico Thomae im Frühjahr zurückgeworfen, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch die Frage gestellt hat, „was kann ich meinem Körper zumuten?“. Und in dieser Zeit ist er auch zu einer weiteren Erkenntnis gekommen: „Das Training für eine Langdistanz zu überstehen, das ist schon mal die erste Challenge.“ Vor allem, wenn es sich quasi über Jahre hinzieht.
 

Charles Rutaremwa
„Ich will Roth fühlen“, sagt der erst vor ein paar Jahren hergezogene Triathlet, der den Challenge daher auch als eine Art Integrationsmaßnahme bezeichnet. Darüber hinaus wolle er herausfinden, was er aus seinem Körper nach 15 Jahren Kreisliga-Fußball noch so alles herausholen kann. Der Challenge sei daher die perfekte Möglichkeit, um sich fit zu halten und gesund zu ernähren.

Stefan Albust
Nach der ersten Teilnahme 2014 ist es sein zweiter Start beim Challenge. Das Ziel: Ein Finish unter zehn Stunden. Dafür hofft er auf ein gutes erstes Rennen seit Corona, im Idealfall bei sommerlichen Temperaturen. Am meisten freut er sich darauf, den Zieleinlauf zu überqueren und dort auf seine Frau und Familie zu treffen. Das alkoholfreie Weizen zur Belohnung dürfe dabei nicht fehlen.

Walter Federhofer
Für Federhofer ist es die erste Langdistanz und auch der erste Marathon. Die Vorbereitung sei super gelaufen. Er musste keine einzige Verletzungs-Pause einlegen und trainierte konstant nach dem Plan des Triathlon Magazins. Er geht ohne angepeilte Zeit ins Rennen, wenn es vom körperlichen passt, sei aber eine Zeit von elf Stunden möglich. „Ich will den Tag auf jeden Fall genießen so gut es geht.“

Madlin Bußinger
Bereits von Kindesalter an stand sie an der Challenge-Strecke in Roth und hat die Athletinnen und Athleten angefeuert. Dieses Jahr will sie sich das legendäre Rennen zum ersten Mal aus der Teilnehmer-Perspektive ansehen und nicht mehr nur passiv dabei sein. Das Finishen und vor allem den Tag und das Ereignis zu genießen stehen bei ihr daher im Vordergrund.

Text und Bild: Mathias Hochreuter

Foto: (v.l.n.rechts) Die Athleten vor der Kulisse der Challenge-Arena.
Charles Rutaremwa, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Stefan Albust, Enrico Thomae

30.08.2021

Bundesliga-Triathleten der TSG 08 Roth in Saarbrücken am Start

Niemand in Roth hätte in den unsicheren Zeiten, die noch im April oder Mai geherrscht haben gedacht, dass Ende August bereits das vierte Saisonrennen der 2. Bundesliga Süd anstehen wird. In Saarbrücken, wo normalerweise die Stars von Morgen für ihren Traum von Olympia trainieren, durften die Rother 2. Liga Triathleten Luis Höra, Elias Knoll, Simon Luff und Alexander Richter ihr Können unter Beweis stellen.

"Doch niemand wusste so richtig was auf uns zukommt, denn das Format gab es so in der Liga noch nie", erklärt der Mannschaftskapitän Richter.
Denn das Schwimmen fand in der beheizten 50 Meter Halle statt - was bei Außentemperaturen um 13 Grad und leichtem Nieselregen aber eine willkommene Abwechslung zum kalten Freiwasser war. Hier musste jeder Athlet 600m am Stück zurücklegen und zwar auf einer eigenen
Schwimmbahn ohne die Konkurrenz. Nach der letzten Bahn wurde per "Abklatschen" der nächste Athlet aus dem eigenen Team in Wasser geschickt. Die Schwimmzeiten aller vier Athleten wurden addiert. Hier konnte Elias Knoll mit einer sehr guten Schwimmzeit von 8min03sek die Rother Fahne hochhalten: "Mit meinem Schwimmen bin ich absolut zufrieden, da hat sich mein hartes Training in den vergangenen Wochen endlich mal ausgezahlt", so Knoll.

Nachdem der vierte Athlet seinen Teil im Wasser geleistet hat, ging es danach gemeinsam als erkennbare Gruppe auf die 20KM lange Radstrecke. Auch am Rad arbeiteten die Rother gut zusammen, denn das Windschattenfahren war diesmal nur innerhalb des eigenen Teams erlaubt.

Spätestens beim abschließenden Laufen über fünf Kilometer Distanz zeigten die Asse der TSG 08 Roth ihre Stärke und konnten mit der zweitschnellsten Team-Laufzeit um 17min07sek den zehnten Platz in der Mannschaftswertung nach Hause bringen. "Das wir Laufen können war uns im Vorfeld schon bewusst, natürlich muss es im Rennen aber ersteinmal umgesetzt werden. Das es geklappt hat, gibt uns nochmal viel Selbstvertrauen in unserer ersten Saison in der 2. Bundesliga", verrät Richter. Mit dem zehnten Platz sicherten die schwarz-rot-gelben Triathleten nämlich erneut ihr offizielles Ziel, einen soliden Mittelfeldplatz in der Tabelle mit 14 Mannschaften anzustreben.
 
Saisonabschluss winkt
Nun steht noch der Saison-Abschluss in Baunatal an. Ein weiteres, kräftezehrendes Wochenende mit Hotelübernachtung, langer Anfahrt und ungewohnten Umfeld, doch die Athleten freuen sich: "Die Saison macht einfach super viel Spaß und ich freue mich auf jedes Rennen. Aber ich bin auch froh, wenn das letzte Rennen vorbei ist, denn nach einer 12-wöchigen Wettkampfphase sind meine Speicher schon auch langsam aufgebraucht", so das 16-Jährige Nachwuchstalent Höra abschließend.
 

Text: Alex Richter
Foto: Sina Balach
Team-Foto von links nach rechts: Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra, Simon Luff

Team-Foto: (v.l.n.rechts) Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra und Simon Luff

Das Team während des  Wettkampfes.
 

15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 


Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen.

An der ersten Schwimmboje angekommen, dachte Alex Richter zunächst: "Hier stimmt doch was nicht. Weit und breit keiner da!"  Nach kurzen Panikmomenten realisierte er: "Ne Junge, du bist einfach nur ziemlich weit vorne im Feld." Tatsächlich konnte er einen ausgezeichneten Schwimmstart verbuchen, denn nach einer Schwimmstrecke von 1,5 km und einer Zeit von 21:13min verließ Richter das Wasser als Fünfter.

Bei top Radbedingungen - super Wetter, "geilem" Straßenbelag und Windstille- kam Richter sofort sehr gut in die Aero-Position und konnte sie lange halten. Auch die Ergebnisse nach dem 40 km am Rad konnten sich sehen lassen. Nach 59:40min, mit einem 42km/h Schnitt, erreichte der Athlet als Vierter die Wechselzone.

Das Laufen ließ Richter dann etwas verhaltener angehen, denn er dachte sich: "Auf der Distanz von 10 km kann Einiges passieren".

Der Versuch, den Rückstand zu Lukas Stengel zum Schmelzen zu bringen, gelang Richter wortwörtlich Schritt für Schritt. Stengel lag in Sichtweite auf Platz 3, der Abstand wurde immer geringer.

"Nach dem Überholvorgang, mit ein "paar selbstgedrällerten" Songs von Green Day im Kopf, (i walk a lonely road) ließ ich nichts mehr anbrennen", resümierte Richter und erreichte "mit einer 3:35 Pace völlig k.o." das Ziel.

Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott.

Alex Richter ist unglaublich dankbar über seine persönliche Entwicklung, denn vor 4 Jahren noch als unbekannter Quereinsteiger, betrat er in Ingolstadt das erste Stockerl in der Gesamtwertung eines Rennens.

Text: Alex Richter/ Guntram Rudolph
Fotos: A. Richter

12.09.2021

Challenge Roth 2021 - Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.
Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

Am 05.09.2021 um 07:15 Uhr war es endlich so weit. Nach knapp zwei Jahren Vorbereitung (auf Grund der Absage des Rennens im Jahr 2020) ging der TSG- Athlet Stefan Albust mit beim Challenge Roth Startgruppe 4 in seinen längsten Sporttag des Jahres.

Swim
Dass es gut läuft, bemerkte Stefan schon im Wasser. Er kam nach 1:08:38h, zwei Minuten schneller als geplant, aus dem Main-Donau-Kanal.

Die doch recht frischen Temperaturen an diesem sonnigen Herbsttag führten auf der anschließenden 170 km langen Radstrecke durch den wunderschönen Landkreis Roth anfangs zwar noch zu einem leichten Frösteln, was aber durch das Adrenalin und die pure Freude endlich wieder einen Langdistanz-Triathlon machen zu können, wett gemacht wurde.

Bike
Die erste Rad-Runde absolvierte Stefan ebenfalls mehr als gut, so dass er sich in der zweiten Rad- Hälfte etwas zurücknehmen konnte, um seine Beine für den anschließenden Marathon zu schonen. Auch wenn es auf der Radstrecke in diesem Jahr keine Stimmungsnester gab und auch der berühmt berüchtigte Solarer Berg nicht erklommen werden konnte, so war auf der Strecke eine ganz besondere Atmosphäre spürbar.

Die Familien und Zuschauer an der Strecke, aber auch die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen peitschten die Athleten über den Rundkurs durch den Landkreis Roth. Und so gelang Stefan eine hervorragende Radzeit, als er nach 4:54:43h sein Zeitfahrrad im Parc Fermé der Wechselzone 2 abstellen konnte.

Run
Mit frischen Gels und einer Sonnenbrille bewaffnet ging es bei guten 26 Grad und purem Sonnenschein auf den abschließenden Marathonstrecke. "Ein Tag wie man ihn sich nicht hätte besser wünschen können", so Albust. Bei seiner Paradedisziplin hatte er sich eine Zeit um die 3:20h vorgenommen.

Auch auf der Laufstrecke täuschte ihn sein postives Körpergefühl nicht und so konnte er schon auf den ersten Kilometern sein Tempo leicht anziehen. Als er auch nach der Halbmarathonmarke noch Körner im Tank hatte, entschied er sich, die Pace zu halten und alles auf eine Karte zu setzen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich dies letztendlich herausstellte. Zwar schmerzten die letzten Höhenmeter nach Büchenbach und zurück noch einmal richtig in den Beinen, doch auch hier halfen die aufmunternden und motivierenden Worte der Zuschauer am Streckenrand, die sich meist einen der begehrten Schattenplätze gesichert hatten.

Gegen 16:40 Uhr war es dann auch so weit: Albust erreichte nach einem 3:12:53h Marathon das Rother Zielstadion und überquerte nach insgesamt 09:25:17h mit einem Freudensprung und als schnellster TSG-Triathlet die Ziellinie des Challenge Roth.

Es war sein perfekter Sporttag und sicherlich das bisherige Highlight seiner Triathlonkarriere. Nicht nur, dass er seine Bestzeit von 11:12h auf 09:25h verbessern konnte und sein Ziel Sub10 deutlich erreicht hat, sondern auch, dass endlich wieder Triathlon und Sport möglich waren und man sich im Kampf gegen sich und die Uhr beweisen konnte.

Im Ziel war Albust überglücklich seine Frau und seine Familie zu sehen. Sein größter Dank geht auch an seine Frau, seine Familie und seinen Trainer, die ihn zu dieser sportlichen Höchstleistung angetrieben haben.

Stefan Albust hat es geschafft ... und ist glücklich.

12.09.2021

Christian Störzer gewinnt als Age Grouper den Ironman Thun

Der erfahrene Triathlet erlebte in der Schweiz ein perfekt organisiertes, aber strapaziöses Triathlon-Rennen inmitten einer super Location. Bei 16 Grad Wassertemperatur im glasklaren Thuner See ein erfrischender Einstieg in den Tag.

Und wieder einmal konnte der Mittelfranke Störzer zeigen, was er drauf hat.
Der Starter der Triathlonabteilung der TSG 08 Roth punktete am Ende des Schweizer Langdistanz- Rennens mit einer Gesamtzeit von 8:15h und siegte mit einer hervorragenden Leistung als Age Grouper (nach Ironman Lanzerote) zum zweiten Mal in Folge. 
In der Gesamtwertung (Amateur- und Profi-Athleten) belegte er den Platz 11.

Er lobte die ausgezeichnete Betreuung der Athleten, die perfekt ausgeschilderten Lauf-und Radstrecken und die frischen Croissants.
Dabei lief es für ihn am Anfang des Tages gar nicht so gut: "Mir war zeitweise schlecht und ich hatte auch Probleme beim Laufen. Zum Glück konnte ich das alles mit der Zeit wieder in den Griff bekommen."

Belohnt wurde seine harte Trainingsarbeit somit nicht nur mit dem hervorragenden Ergebnis in Thun. Störzer löste mit diesem Sieg für den legendären und heißbegehrten Ironman auf Hawai, nach seinem bereits vorangegangenen Altersklassen - Sieg auf Lanzarote, noch einen weiteren Slot. Für ihn besteht nun die Möglichkeit im Februar 2022, am bereits verschobenen Ironman, wie auch am Ironman Hawai zum regulären Renntermin im September 2022 teilzunehmen.
Im nächsten Jahr auf Hawai zwei Mal starten zu dürfen, bedeutet für den Amateurathleten nicht nur eine "Wahnsinnschance", sondern auch eine "gigantische Herausforderung" an seine gesamte Trainingsroutine.

"Zusätzlich zu den körperlichen Belastungen und meinem Berufsalltag als Pilot ist die Vorbereitung auf  zwei Langdistanzrennen und zwei Reisen in die USA sowohl für meine Familie als auch für mich ein gewaltiger logistischer Aufwand", so Störzer.  Aber wie erwartet, wird er an beiden Rennen starten und bedankt sich jetzt schon für die Unterstützung seiner Ehefrau. Ohne die Familie im Hintergrund: Unmöglich!

Ein weiteres Highlight des Tages gab es für Störzer am Laufkilometer 5. "Bei einer Wahnsinnsstimmung unter den Zuschauern und herrlichem Alpenwetter konnte ich einige Zeit Kopf an Kopf mit der bereits legendären und späteren Gesamtsiegerin des Rennens Daniela Ryf laufen und sie dann überholen."

Jetzt heißt es für ihn erst einmal: "Beine hochlegen und regenerieren... aber die nächsten Planungen laufen schon!"

Zeiten:
Die Schwimmstrecke wurde verkürzt.

Schwimmen:  - 42:53 min (3.0000 m)
Rad: - 4:34:52 h (2.100 Höhenmeter)
Lauf: - 2:53:01 h

06.09.2021

„Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit“

Triathlon Daniel König von der TSG 08 Roth hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. Eine Woche später startete er beim Challenge in der Staffel. Von Oliver Haas

Eine Woche nach der Langdistanz war mir schon klar, dass ich heute keine Bestzeit aufstellen werde“, sagt Daniel König nüchtern. Deshalb sei er mit seiner Leistung beim gestrigen Challenge ganz zufrieden. In stabilen 54 Minuten hat der Staffelteilnehmer vom Team Speck Zwei die Schwimmstrecke absolviert – und das obwohl er sich eine Woche zuvor beim Langdistanz-Wettkampf in Hamburg für den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr qualifiziert hat.

Acht Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden hat der Abenberger beim Qualifikationsrennen gebraucht und sicherte sich den ersten Platz in seiner Altersklasse ( 25-29). Im Gesamtranking lief er mit Platz vier nur knapp am Treppchen vorbei. Egal, Hauptsache dabei auf der Pazifik-Insel im Oktober 2022. Nur einer aus der Klasse konnte sich das Ticket lösen. „Sonst ist immer jemand schneller als man selbst. An dem Tag war mir aber klar, dass ich der Schnellste sein muss“, sagt König. Nachdem die Teilnahme im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, musste er in diesem Jahr eine schnellere Zeit abliefern, da er in die höhere Altersklasse gerutscht ist.

Es war tatsächlich seine erste Langdistanz und dann gleich so ein Spitzen-Ergebnis. „Ich habe schon gewusst, dass ich fit bin und eine gute Zeit drin ist. Bei allen Disziplinen war noch Luft nach oben. An einem sehr guten Tag wären auch acht Stunden und 15 Minuten drin“, ist König überzeugt. Zum Triathlon ist der frühere Handballspieler durch die Familie gekommen. „Mein Vater war Marathon-Läufer, da bin ich beim Training oft mit dem Rad nebenher gefahren. 2007 hat mich mein Bruder mit zum Radfahren bei der TSG genommen“, erinnert sich König und fügt schmunzelnd hinzu: „Am Anfang musste man mich etwas zwingen. Mein Bruder hat mich dann oft am Samstagmorgen geweckt und gemeint ,In 15 Minuten fahren wir los’. Da hatte ich als kleiner Bruder nicht so viel zu verhandeln.“

Hartes und vor allem viel Training war auch nötig, um solche Zeiten zu erreichen oder mittlerweile für die erste Mannschaft der TSG 08 Roth in der zweiten Triathlon Bundesliga an den Start zu gehen. Denn während er im Handball recht talentiert gewesen sei, musste er sich bei den Triathlon-Disziplinen alles erarbeiten. Die Lieblings-Disziplin des 25-Jährigen ist das Radfahren, aber eine besondere Stärke habe er nicht, sagt König: „Meine Zeiten sind ganz ausgeglichen. Ich versuche möglichst konstant zu bleiben. In Hamburg ist das auch aufgegangen.“

Das tolle Flair genießen
Der Student für International Business and Technology, Maschinenbau auf Englisch, wie König selbst scherzt, berichtet über seinen Sport und die Wettkämpfe in einer tiefen Gelassenheit. Die habe sich bei ihm irgendwann eingependelt. „Mit etwa 16 Jahren hab ich mich schon arg reingestresst. Jetzt macht es mir einfach Spaß, mit Freunden zu trainieren und ordentlich über die Strecke zu ballern“, sagte König ganz sachlich und fügt hinzu: „Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit hat ein Kumpel immer gesagt“.

Zwar geht König sehr ambitioniert in die Wettkämpfe, wie sein jüngstes Ergebnis in Hamburg oder die Zeiten in der Liga beweisen, aber bei manchen Events gehe es ihm auch darum, das besondere Flair aufzusaugen. So wird es auf Hawaii sein, und so war es auch gestern beim Challenge. Der junge Triathlet hatte sogar die Zeit, während des Schwimmens seinen Eltern zuzuwinken. „Meinen Vater hab ich aus dem Augenwinkel an seiner quietschgelben Laufjacke erkannt. Beim nächsten Kraulzug hab ihnen gleich zugewunken.“

Der Start beim Challenge sei durchaus angenehmer gewesen, als so mancher in der Liga. „Da passiert es schon häufiger, dass man mal die Rückhand oder einen Ellenbogen beim Kraulen ins Gesicht bekommt, weil doch alle einigermaßen gleich schnell sind. Im Kanal hat sich das jedoch relativ schnell entzerrt“, berichtet er aus seiner Erfahrung. Beim Challenge ist er bereits ein paar Mal in der Schwimmstaffel gestartet.

Der heutige Start war allerdings nicht so recht geplant. König ist für einen Teamkollegen eingesprungen, der am Wochenende doch in der Zweiten Bundesliga an den Start musste und seinen Staffelplatz nicht wahrnehmen konnte. „Ich habe gesagt, wenn sie keinen anderen auf die Schnelle finden, kann ich es schon machen. Weil nach so einer Langdistanz braucht der Körper eigentlich schon seine zwei Wochen, um wieder wettkampftauglich zu sein“, sagt der Triathlet.

Nichtsdestotrotz sei es das I-Tüpfelchen einer langen und seiner bisher besten Saison gewesen. Nach Ligaeinsätzen am Rothsee und in Nürnberg (bester TSG-Starter) und zusätzlich auf die Langdistanz zu trainieren, sei jetzt aber erst einmal Zeit für ein wenig Pause. Zumindest kurz, bevor es dann im November mit der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii losgeht.

aniel König beim Zieleinlauf des Quali-Rennens für den Ironman auf Hawaii. Nur 8:38:64 Stunden hat er für die Langdistanz gebraucht und somit sein Ticket gelöst. (Foto: finisherpix/privat)

01.09.2021

„Das Team hat mich aufgefangen“

Enrico Thomae startet für die TSG 08 Roth und berichtet über das Corona-Motivationstief und Teamgeist.

Mit fünf Einzelstartern geht die Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth am Sonntag. 5. September, bei ihrem Heimrennen, dem DATEV Challenge Roth, an den Start. Die weiteren Starter der TSG 08 Roth im Überblick.

Einer aus diesem Quintett ist Enrico Thomae, der es bei seiner Premiere auf der Langdistanz wissen und unter neun Stunden bleiben will. Zumindest war das die Zielsetzung des in der Altersklasse 35 startenden TSG-Sportlers, als er sich für den Challenge 2020 angemeldet hatte.
Die Absage des Wettkampfs nach großem Aufwand und vielen Trainingsstunden hat ihn dann in ein tiefes sportliches Loch gerissen, wie er selbst zugibt: „Ich war fertig, das Training ist mir danach wirklich schwergefallen“, sagt Thomae heute.
Als der promovierte Mathematiker Anfang 2018 mit seiner Frau aus den neuen Bundesländern nach Mittelfranken gezogen ist, da spielte nämlich der Triathlon durchaus eine Rolle. „Das Trainingsumfeld und die Leistungsdichte hier sind spitze. Ich habe die Spalter Berge, die Seen und natürlich den Kanal schnell lieben gelernt“, sagte Thomae damals. In der Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth war er auch in den Regionalliga-Wettkämpfen über die kürzeren Distanzen schnell am Start.

Seine Vereinskameraden waren es auch, die ihn aus seinem Motivationsloch wieder herausgezogen hätten, wie Thomae betont. „Das Team hat mich aufgefangen. Wieder in der Gruppe trainieren zu können, das war meine neue Motivation. Endgültig geplatzt sei der Knoten dann, als man tatsächlich wieder in kleinen Gruppen trainieren durfte“, erzählt Enrico Thomae.
So auch mit den Mit-Startenden von der TSG am Sonntag, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Charles Rutaremwa und Stefan Albust. Letzterer hat übrigens aus dem Jahr 2014 als Einziger dieses Quintetts Langdistanz-Erfahrung in Roth, für die anderen ist es der erste Start beim Heimrennen über die komplette Distanz.

Zu seiner eigenen Premiere nimmt Thomae auch gerne die Ratschläge seiner erfahrenen Mannschaftskameraden im TSG-Lager an. Wenn es denn im Wettkampf geht. „Vor drei Jahren war ich als Radfahrer in der Staffel dabei, und da habe ich schon die Fehler gemacht, vor denen mich vorher alle gewarnt haben“, berichtet Thomae lachend.

Der neun-Stunden-Traum
Beim ersten Start auf der langen Distanz unter neun Stunden zu bleiben, „davon träume ich in lichten Momenten immer noch“, sagt Thomae. Mit einer weiteren Aussage widerlegt er dann auch ein Stück weit die Assoziation von Triathlon und Individualsport: „Mittlerweile gibt mir die Mannschaftswertung den letzten Kick.“

Eine Verletzung hatte Enrico Thomae im Frühjahr zurückgeworfen, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch die Frage gestellt hat, „was kann ich meinem Körper zumuten?“. Und in dieser Zeit ist er auch zu einer weiteren Erkenntnis gekommen: „Das Training für eine Langdistanz zu überstehen, das ist schon mal die erste Challenge.“ Vor allem, wenn es sich quasi über Jahre hinzieht.
 

Charles Rutaremwa
„Ich will Roth fühlen“, sagt der erst vor ein paar Jahren hergezogene Triathlet, der den Challenge daher auch als eine Art Integrationsmaßnahme bezeichnet. Darüber hinaus wolle er herausfinden, was er aus seinem Körper nach 15 Jahren Kreisliga-Fußball noch so alles herausholen kann. Der Challenge sei daher die perfekte Möglichkeit, um sich fit zu halten und gesund zu ernähren.

Stefan Albust
Nach der ersten Teilnahme 2014 ist es sein zweiter Start beim Challenge. Das Ziel: Ein Finish unter zehn Stunden. Dafür hofft er auf ein gutes erstes Rennen seit Corona, im Idealfall bei sommerlichen Temperaturen. Am meisten freut er sich darauf, den Zieleinlauf zu überqueren und dort auf seine Frau und Familie zu treffen. Das alkoholfreie Weizen zur Belohnung dürfe dabei nicht fehlen.

Walter Federhofer
Für Federhofer ist es die erste Langdistanz und auch der erste Marathon. Die Vorbereitung sei super gelaufen. Er musste keine einzige Verletzungs-Pause einlegen und trainierte konstant nach dem Plan des Triathlon Magazins. Er geht ohne angepeilte Zeit ins Rennen, wenn es vom körperlichen passt, sei aber eine Zeit von elf Stunden möglich. „Ich will den Tag auf jeden Fall genießen so gut es geht.“

Madlin Bußinger
Bereits von Kindesalter an stand sie an der Challenge-Strecke in Roth und hat die Athletinnen und Athleten angefeuert. Dieses Jahr will sie sich das legendäre Rennen zum ersten Mal aus der Teilnehmer-Perspektive ansehen und nicht mehr nur passiv dabei sein. Das Finishen und vor allem den Tag und das Ereignis zu genießen stehen bei ihr daher im Vordergrund.

Text und Bild: Mathias Hochreuter

Foto: (v.l.n.rechts) Die Athleten vor der Kulisse der Challenge-Arena.
Charles Rutaremwa, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Stefan Albust, Enrico Thomae

30.08.2021

Bundesliga-Triathleten der TSG 08 Roth in Saarbrücken am Start

Niemand in Roth hätte in den unsicheren Zeiten, die noch im April oder Mai geherrscht haben gedacht, dass Ende August bereits das vierte Saisonrennen der 2. Bundesliga Süd anstehen wird. In Saarbrücken, wo normalerweise die Stars von Morgen für ihren Traum von Olympia trainieren, durften die Rother 2. Liga Triathleten Luis Höra, Elias Knoll, Simon Luff und Alexander Richter ihr Können unter Beweis stellen.

"Doch niemand wusste so richtig was auf uns zukommt, denn das Format gab es so in der Liga noch nie", erklärt der Mannschaftskapitän Richter.
Denn das Schwimmen fand in der beheizten 50 Meter Halle statt - was bei Außentemperaturen um 13 Grad und leichtem Nieselregen aber eine willkommene Abwechslung zum kalten Freiwasser war. Hier musste jeder Athlet 600m am Stück zurücklegen und zwar auf einer eigenen
Schwimmbahn ohne die Konkurrenz. Nach der letzten Bahn wurde per "Abklatschen" der nächste Athlet aus dem eigenen Team in Wasser geschickt. Die Schwimmzeiten aller vier Athleten wurden addiert. Hier konnte Elias Knoll mit einer sehr guten Schwimmzeit von 8min03sek die Rother Fahne hochhalten: "Mit meinem Schwimmen bin ich absolut zufrieden, da hat sich mein hartes Training in den vergangenen Wochen endlich mal ausgezahlt", so Knoll.

Nachdem der vierte Athlet seinen Teil im Wasser geleistet hat, ging es danach gemeinsam als erkennbare Gruppe auf die 20KM lange Radstrecke. Auch am Rad arbeiteten die Rother gut zusammen, denn das Windschattenfahren war diesmal nur innerhalb des eigenen Teams erlaubt.

Spätestens beim abschließenden Laufen über fünf Kilometer Distanz zeigten die Asse der TSG 08 Roth ihre Stärke und konnten mit der zweitschnellsten Team-Laufzeit um 17min07sek den zehnten Platz in der Mannschaftswertung nach Hause bringen. "Das wir Laufen können war uns im Vorfeld schon bewusst, natürlich muss es im Rennen aber ersteinmal umgesetzt werden. Das es geklappt hat, gibt uns nochmal viel Selbstvertrauen in unserer ersten Saison in der 2. Bundesliga", verrät Richter. Mit dem zehnten Platz sicherten die schwarz-rot-gelben Triathleten nämlich erneut ihr offizielles Ziel, einen soliden Mittelfeldplatz in der Tabelle mit 14 Mannschaften anzustreben.
 
Saisonabschluss winkt
Nun steht noch der Saison-Abschluss in Baunatal an. Ein weiteres, kräftezehrendes Wochenende mit Hotelübernachtung, langer Anfahrt und ungewohnten Umfeld, doch die Athleten freuen sich: "Die Saison macht einfach super viel Spaß und ich freue mich auf jedes Rennen. Aber ich bin auch froh, wenn das letzte Rennen vorbei ist, denn nach einer 12-wöchigen Wettkampfphase sind meine Speicher schon auch langsam aufgebraucht", so das 16-Jährige Nachwuchstalent Höra abschließend.
 

Text: Alex Richter
Foto: Sina Balach
Team-Foto von links nach rechts: Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra, Simon Luff

Team-Foto: (v.l.n.rechts) Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra und Simon Luff

Das Team während des  Wettkampfes.
 

15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 


Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen.

An der ersten Schwimmboje angekommen, dachte Alex Richter zunächst: "Hier stimmt doch was nicht. Weit und breit keiner da!"  Nach kurzen Panikmomenten realisierte er: "Ne Junge, du bist einfach nur ziemlich weit vorne im Feld." Tatsächlich konnte er einen ausgezeichneten Schwimmstart verbuchen, denn nach einer Schwimmstrecke von 1,5 km und einer Zeit von 21:13min verließ Richter das Wasser als Fünfter.

Bei top Radbedingungen - super Wetter, "geilem" Straßenbelag und Windstille- kam Richter sofort sehr gut in die Aero-Position und konnte sie lange halten. Auch die Ergebnisse nach dem 40 km am Rad konnten sich sehen lassen. Nach 59:40min, mit einem 42km/h Schnitt, erreichte der Athlet als Vierter die Wechselzone.

Das Laufen ließ Richter dann etwas verhaltener angehen, denn er dachte sich: "Auf der Distanz von 10 km kann Einiges passieren".

Der Versuch, den Rückstand zu Lukas Stengel zum Schmelzen zu bringen, gelang Richter wortwörtlich Schritt für Schritt. Stengel lag in Sichtweite auf Platz 3, der Abstand wurde immer geringer.

"Nach dem Überholvorgang, mit ein "paar selbstgedrällerten" Songs von Green Day im Kopf, (i walk a lonely road) ließ ich nichts mehr anbrennen", resümierte Richter und erreichte "mit einer 3:35 Pace völlig k.o." das Ziel.

Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott.

Alex Richter ist unglaublich dankbar über seine persönliche Entwicklung, denn vor 4 Jahren noch als unbekannter Quereinsteiger, betrat er in Ingolstadt das erste Stockerl in der Gesamtwertung eines Rennens.

Text: Alex Richter/ Guntram Rudolph
Fotos: A. Richter

12.09.2021

Challenge Roth 2021 - Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.
Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

Am 05.09.2021 um 07:15 Uhr war es endlich so weit. Nach knapp zwei Jahren Vorbereitung (auf Grund der Absage des Rennens im Jahr 2020) ging der TSG- Athlet Stefan Albust mit beim Challenge Roth Startgruppe 4 in seinen längsten Sporttag des Jahres.

Swim
Dass es gut läuft, bemerkte Stefan schon im Wasser. Er kam nach 1:08:38h, zwei Minuten schneller als geplant, aus dem Main-Donau-Kanal.

Die doch recht frischen Temperaturen an diesem sonnigen Herbsttag führten auf der anschließenden 170 km langen Radstrecke durch den wunderschönen Landkreis Roth anfangs zwar noch zu einem leichten Frösteln, was aber durch das Adrenalin und die pure Freude endlich wieder einen Langdistanz-Triathlon machen zu können, wett gemacht wurde.

Bike
Die erste Rad-Runde absolvierte Stefan ebenfalls mehr als gut, so dass er sich in der zweiten Rad- Hälfte etwas zurücknehmen konnte, um seine Beine für den anschließenden Marathon zu schonen. Auch wenn es auf der Radstrecke in diesem Jahr keine Stimmungsnester gab und auch der berühmt berüchtigte Solarer Berg nicht erklommen werden konnte, so war auf der Strecke eine ganz besondere Atmosphäre spürbar.

Die Familien und Zuschauer an der Strecke, aber auch die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen peitschten die Athleten über den Rundkurs durch den Landkreis Roth. Und so gelang Stefan eine hervorragende Radzeit, als er nach 4:54:43h sein Zeitfahrrad im Parc Fermé der Wechselzone 2 abstellen konnte.

Run
Mit frischen Gels und einer Sonnenbrille bewaffnet ging es bei guten 26 Grad und purem Sonnenschein auf den abschließenden Marathonstrecke. "Ein Tag wie man ihn sich nicht hätte besser wünschen können", so Albust. Bei seiner Paradedisziplin hatte er sich eine Zeit um die 3:20h vorgenommen.

Auch auf der Laufstrecke täuschte ihn sein postives Körpergefühl nicht und so konnte er schon auf den ersten Kilometern sein Tempo leicht anziehen. Als er auch nach der Halbmarathonmarke noch Körner im Tank hatte, entschied er sich, die Pace zu halten und alles auf eine Karte zu setzen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich dies letztendlich herausstellte. Zwar schmerzten die letzten Höhenmeter nach Büchenbach und zurück noch einmal richtig in den Beinen, doch auch hier halfen die aufmunternden und motivierenden Worte der Zuschauer am Streckenrand, die sich meist einen der begehrten Schattenplätze gesichert hatten.

Gegen 16:40 Uhr war es dann auch so weit: Albust erreichte nach einem 3:12:53h Marathon das Rother Zielstadion und überquerte nach insgesamt 09:25:17h mit einem Freudensprung und als schnellster TSG-Triathlet die Ziellinie des Challenge Roth.

Es war sein perfekter Sporttag und sicherlich das bisherige Highlight seiner Triathlonkarriere. Nicht nur, dass er seine Bestzeit von 11:12h auf 09:25h verbessern konnte und sein Ziel Sub10 deutlich erreicht hat, sondern auch, dass endlich wieder Triathlon und Sport möglich waren und man sich im Kampf gegen sich und die Uhr beweisen konnte.

Im Ziel war Albust überglücklich seine Frau und seine Familie zu sehen. Sein größter Dank geht auch an seine Frau, seine Familie und seinen Trainer, die ihn zu dieser sportlichen Höchstleistung angetrieben haben.

Stefan Albust hat es geschafft ... und ist glücklich.

12.09.2021

Christian Störzer gewinnt als Age Grouper den Ironman Thun

Der erfahrene Triathlet erlebte in der Schweiz ein perfekt organisiertes, aber strapaziöses Triathlon-Rennen inmitten einer super Location. Bei 16 Grad Wassertemperatur im glasklaren Thuner See ein erfrischender Einstieg in den Tag.

Und wieder einmal konnte der Mittelfranke Störzer zeigen, was er drauf hat.
Der Starter der Triathlonabteilung der TSG 08 Roth punktete am Ende des Schweizer Langdistanz- Rennens mit einer Gesamtzeit von 8:15h und siegte mit einer hervorragenden Leistung als Age Grouper (nach Ironman Lanzerote) zum zweiten Mal in Folge. 
In der Gesamtwertung (Amateur- und Profi-Athleten) belegte er den Platz 11.

Er lobte die ausgezeichnete Betreuung der Athleten, die perfekt ausgeschilderten Lauf-und Radstrecken und die frischen Croissants.
Dabei lief es für ihn am Anfang des Tages gar nicht so gut: "Mir war zeitweise schlecht und ich hatte auch Probleme beim Laufen. Zum Glück konnte ich das alles mit der Zeit wieder in den Griff bekommen."

Belohnt wurde seine harte Trainingsarbeit somit nicht nur mit dem hervorragenden Ergebnis in Thun. Störzer löste mit diesem Sieg für den legendären und heißbegehrten Ironman auf Hawai, nach seinem bereits vorangegangenen Altersklassen - Sieg auf Lanzarote, noch einen weiteren Slot. Für ihn besteht nun die Möglichkeit im Februar 2022, am bereits verschobenen Ironman, wie auch am Ironman Hawai zum regulären Renntermin im September 2022 teilzunehmen.
Im nächsten Jahr auf Hawai zwei Mal starten zu dürfen, bedeutet für den Amateurathleten nicht nur eine "Wahnsinnschance", sondern auch eine "gigantische Herausforderung" an seine gesamte Trainingsroutine.

"Zusätzlich zu den körperlichen Belastungen und meinem Berufsalltag als Pilot ist die Vorbereitung auf  zwei Langdistanzrennen und zwei Reisen in die USA sowohl für meine Familie als auch für mich ein gewaltiger logistischer Aufwand", so Störzer.  Aber wie erwartet, wird er an beiden Rennen starten und bedankt sich jetzt schon für die Unterstützung seiner Ehefrau. Ohne die Familie im Hintergrund: Unmöglich!

Ein weiteres Highlight des Tages gab es für Störzer am Laufkilometer 5. "Bei einer Wahnsinnsstimmung unter den Zuschauern und herrlichem Alpenwetter konnte ich einige Zeit Kopf an Kopf mit der bereits legendären und späteren Gesamtsiegerin des Rennens Daniela Ryf laufen und sie dann überholen."

Jetzt heißt es für ihn erst einmal: "Beine hochlegen und regenerieren... aber die nächsten Planungen laufen schon!"

Zeiten:
Die Schwimmstrecke wurde verkürzt.

Schwimmen:  - 42:53 min (3.0000 m)
Rad: - 4:34:52 h (2.100 Höhenmeter)
Lauf: - 2:53:01 h

06.09.2021

„Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit“

Triathlon Daniel König von der TSG 08 Roth hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. Eine Woche später startete er beim Challenge in der Staffel. Von Oliver Haas

Eine Woche nach der Langdistanz war mir schon klar, dass ich heute keine Bestzeit aufstellen werde“, sagt Daniel König nüchtern. Deshalb sei er mit seiner Leistung beim gestrigen Challenge ganz zufrieden. In stabilen 54 Minuten hat der Staffelteilnehmer vom Team Speck Zwei die Schwimmstrecke absolviert – und das obwohl er sich eine Woche zuvor beim Langdistanz-Wettkampf in Hamburg für den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr qualifiziert hat.

Acht Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden hat der Abenberger beim Qualifikationsrennen gebraucht und sicherte sich den ersten Platz in seiner Altersklasse ( 25-29). Im Gesamtranking lief er mit Platz vier nur knapp am Treppchen vorbei. Egal, Hauptsache dabei auf der Pazifik-Insel im Oktober 2022. Nur einer aus der Klasse konnte sich das Ticket lösen. „Sonst ist immer jemand schneller als man selbst. An dem Tag war mir aber klar, dass ich der Schnellste sein muss“, sagt König. Nachdem die Teilnahme im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, musste er in diesem Jahr eine schnellere Zeit abliefern, da er in die höhere Altersklasse gerutscht ist.

Es war tatsächlich seine erste Langdistanz und dann gleich so ein Spitzen-Ergebnis. „Ich habe schon gewusst, dass ich fit bin und eine gute Zeit drin ist. Bei allen Disziplinen war noch Luft nach oben. An einem sehr guten Tag wären auch acht Stunden und 15 Minuten drin“, ist König überzeugt. Zum Triathlon ist der frühere Handballspieler durch die Familie gekommen. „Mein Vater war Marathon-Läufer, da bin ich beim Training oft mit dem Rad nebenher gefahren. 2007 hat mich mein Bruder mit zum Radfahren bei der TSG genommen“, erinnert sich König und fügt schmunzelnd hinzu: „Am Anfang musste man mich etwas zwingen. Mein Bruder hat mich dann oft am Samstagmorgen geweckt und gemeint ,In 15 Minuten fahren wir los’. Da hatte ich als kleiner Bruder nicht so viel zu verhandeln.“

Hartes und vor allem viel Training war auch nötig, um solche Zeiten zu erreichen oder mittlerweile für die erste Mannschaft der TSG 08 Roth in der zweiten Triathlon Bundesliga an den Start zu gehen. Denn während er im Handball recht talentiert gewesen sei, musste er sich bei den Triathlon-Disziplinen alles erarbeiten. Die Lieblings-Disziplin des 25-Jährigen ist das Radfahren, aber eine besondere Stärke habe er nicht, sagt König: „Meine Zeiten sind ganz ausgeglichen. Ich versuche möglichst konstant zu bleiben. In Hamburg ist das auch aufgegangen.“

Das tolle Flair genießen
Der Student für International Business and Technology, Maschinenbau auf Englisch, wie König selbst scherzt, berichtet über seinen Sport und die Wettkämpfe in einer tiefen Gelassenheit. Die habe sich bei ihm irgendwann eingependelt. „Mit etwa 16 Jahren hab ich mich schon arg reingestresst. Jetzt macht es mir einfach Spaß, mit Freunden zu trainieren und ordentlich über die Strecke zu ballern“, sagte König ganz sachlich und fügt hinzu: „Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit hat ein Kumpel immer gesagt“.

Zwar geht König sehr ambitioniert in die Wettkämpfe, wie sein jüngstes Ergebnis in Hamburg oder die Zeiten in der Liga beweisen, aber bei manchen Events gehe es ihm auch darum, das besondere Flair aufzusaugen. So wird es auf Hawaii sein, und so war es auch gestern beim Challenge. Der junge Triathlet hatte sogar die Zeit, während des Schwimmens seinen Eltern zuzuwinken. „Meinen Vater hab ich aus dem Augenwinkel an seiner quietschgelben Laufjacke erkannt. Beim nächsten Kraulzug hab ihnen gleich zugewunken.“

Der Start beim Challenge sei durchaus angenehmer gewesen, als so mancher in der Liga. „Da passiert es schon häufiger, dass man mal die Rückhand oder einen Ellenbogen beim Kraulen ins Gesicht bekommt, weil doch alle einigermaßen gleich schnell sind. Im Kanal hat sich das jedoch relativ schnell entzerrt“, berichtet er aus seiner Erfahrung. Beim Challenge ist er bereits ein paar Mal in der Schwimmstaffel gestartet.

Der heutige Start war allerdings nicht so recht geplant. König ist für einen Teamkollegen eingesprungen, der am Wochenende doch in der Zweiten Bundesliga an den Start musste und seinen Staffelplatz nicht wahrnehmen konnte. „Ich habe gesagt, wenn sie keinen anderen auf die Schnelle finden, kann ich es schon machen. Weil nach so einer Langdistanz braucht der Körper eigentlich schon seine zwei Wochen, um wieder wettkampftauglich zu sein“, sagt der Triathlet.

Nichtsdestotrotz sei es das I-Tüpfelchen einer langen und seiner bisher besten Saison gewesen. Nach Ligaeinsätzen am Rothsee und in Nürnberg (bester TSG-Starter) und zusätzlich auf die Langdistanz zu trainieren, sei jetzt aber erst einmal Zeit für ein wenig Pause. Zumindest kurz, bevor es dann im November mit der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii losgeht.

aniel König beim Zieleinlauf des Quali-Rennens für den Ironman auf Hawaii. Nur 8:38:64 Stunden hat er für die Langdistanz gebraucht und somit sein Ticket gelöst. (Foto: finisherpix/privat)

01.09.2021

„Das Team hat mich aufgefangen“

Enrico Thomae startet für die TSG 08 Roth und berichtet über das Corona-Motivationstief und Teamgeist.

Mit fünf Einzelstartern geht die Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth am Sonntag. 5. September, bei ihrem Heimrennen, dem DATEV Challenge Roth, an den Start. Die weiteren Starter der TSG 08 Roth im Überblick.

Einer aus diesem Quintett ist Enrico Thomae, der es bei seiner Premiere auf der Langdistanz wissen und unter neun Stunden bleiben will. Zumindest war das die Zielsetzung des in der Altersklasse 35 startenden TSG-Sportlers, als er sich für den Challenge 2020 angemeldet hatte.
Die Absage des Wettkampfs nach großem Aufwand und vielen Trainingsstunden hat ihn dann in ein tiefes sportliches Loch gerissen, wie er selbst zugibt: „Ich war fertig, das Training ist mir danach wirklich schwergefallen“, sagt Thomae heute.
Als der promovierte Mathematiker Anfang 2018 mit seiner Frau aus den neuen Bundesländern nach Mittelfranken gezogen ist, da spielte nämlich der Triathlon durchaus eine Rolle. „Das Trainingsumfeld und die Leistungsdichte hier sind spitze. Ich habe die Spalter Berge, die Seen und natürlich den Kanal schnell lieben gelernt“, sagte Thomae damals. In der Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth war er auch in den Regionalliga-Wettkämpfen über die kürzeren Distanzen schnell am Start.

Seine Vereinskameraden waren es auch, die ihn aus seinem Motivationsloch wieder herausgezogen hätten, wie Thomae betont. „Das Team hat mich aufgefangen. Wieder in der Gruppe trainieren zu können, das war meine neue Motivation. Endgültig geplatzt sei der Knoten dann, als man tatsächlich wieder in kleinen Gruppen trainieren durfte“, erzählt Enrico Thomae.
So auch mit den Mit-Startenden von der TSG am Sonntag, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Charles Rutaremwa und Stefan Albust. Letzterer hat übrigens aus dem Jahr 2014 als Einziger dieses Quintetts Langdistanz-Erfahrung in Roth, für die anderen ist es der erste Start beim Heimrennen über die komplette Distanz.

Zu seiner eigenen Premiere nimmt Thomae auch gerne die Ratschläge seiner erfahrenen Mannschaftskameraden im TSG-Lager an. Wenn es denn im Wettkampf geht. „Vor drei Jahren war ich als Radfahrer in der Staffel dabei, und da habe ich schon die Fehler gemacht, vor denen mich vorher alle gewarnt haben“, berichtet Thomae lachend.

Der neun-Stunden-Traum
Beim ersten Start auf der langen Distanz unter neun Stunden zu bleiben, „davon träume ich in lichten Momenten immer noch“, sagt Thomae. Mit einer weiteren Aussage widerlegt er dann auch ein Stück weit die Assoziation von Triathlon und Individualsport: „Mittlerweile gibt mir die Mannschaftswertung den letzten Kick.“

Eine Verletzung hatte Enrico Thomae im Frühjahr zurückgeworfen, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch die Frage gestellt hat, „was kann ich meinem Körper zumuten?“. Und in dieser Zeit ist er auch zu einer weiteren Erkenntnis gekommen: „Das Training für eine Langdistanz zu überstehen, das ist schon mal die erste Challenge.“ Vor allem, wenn es sich quasi über Jahre hinzieht.
 

Charles Rutaremwa
„Ich will Roth fühlen“, sagt der erst vor ein paar Jahren hergezogene Triathlet, der den Challenge daher auch als eine Art Integrationsmaßnahme bezeichnet. Darüber hinaus wolle er herausfinden, was er aus seinem Körper nach 15 Jahren Kreisliga-Fußball noch so alles herausholen kann. Der Challenge sei daher die perfekte Möglichkeit, um sich fit zu halten und gesund zu ernähren.

Stefan Albust
Nach der ersten Teilnahme 2014 ist es sein zweiter Start beim Challenge. Das Ziel: Ein Finish unter zehn Stunden. Dafür hofft er auf ein gutes erstes Rennen seit Corona, im Idealfall bei sommerlichen Temperaturen. Am meisten freut er sich darauf, den Zieleinlauf zu überqueren und dort auf seine Frau und Familie zu treffen. Das alkoholfreie Weizen zur Belohnung dürfe dabei nicht fehlen.

Walter Federhofer
Für Federhofer ist es die erste Langdistanz und auch der erste Marathon. Die Vorbereitung sei super gelaufen. Er musste keine einzige Verletzungs-Pause einlegen und trainierte konstant nach dem Plan des Triathlon Magazins. Er geht ohne angepeilte Zeit ins Rennen, wenn es vom körperlichen passt, sei aber eine Zeit von elf Stunden möglich. „Ich will den Tag auf jeden Fall genießen so gut es geht.“

Madlin Bußinger
Bereits von Kindesalter an stand sie an der Challenge-Strecke in Roth und hat die Athletinnen und Athleten angefeuert. Dieses Jahr will sie sich das legendäre Rennen zum ersten Mal aus der Teilnehmer-Perspektive ansehen und nicht mehr nur passiv dabei sein. Das Finishen und vor allem den Tag und das Ereignis zu genießen stehen bei ihr daher im Vordergrund.

Text und Bild: Mathias Hochreuter

Foto: (v.l.n.rechts) Die Athleten vor der Kulisse der Challenge-Arena.
Charles Rutaremwa, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Stefan Albust, Enrico Thomae

30.08.2021

Bundesliga-Triathleten der TSG 08 Roth in Saarbrücken am Start

Niemand in Roth hätte in den unsicheren Zeiten, die noch im April oder Mai geherrscht haben gedacht, dass Ende August bereits das vierte Saisonrennen der 2. Bundesliga Süd anstehen wird. In Saarbrücken, wo normalerweise die Stars von Morgen für ihren Traum von Olympia trainieren, durften die Rother 2. Liga Triathleten Luis Höra, Elias Knoll, Simon Luff und Alexander Richter ihr Können unter Beweis stellen.

"Doch niemand wusste so richtig was auf uns zukommt, denn das Format gab es so in der Liga noch nie", erklärt der Mannschaftskapitän Richter.
Denn das Schwimmen fand in der beheizten 50 Meter Halle statt - was bei Außentemperaturen um 13 Grad und leichtem Nieselregen aber eine willkommene Abwechslung zum kalten Freiwasser war. Hier musste jeder Athlet 600m am Stück zurücklegen und zwar auf einer eigenen
Schwimmbahn ohne die Konkurrenz. Nach der letzten Bahn wurde per "Abklatschen" der nächste Athlet aus dem eigenen Team in Wasser geschickt. Die Schwimmzeiten aller vier Athleten wurden addiert. Hier konnte Elias Knoll mit einer sehr guten Schwimmzeit von 8min03sek die Rother Fahne hochhalten: "Mit meinem Schwimmen bin ich absolut zufrieden, da hat sich mein hartes Training in den vergangenen Wochen endlich mal ausgezahlt", so Knoll.

Nachdem der vierte Athlet seinen Teil im Wasser geleistet hat, ging es danach gemeinsam als erkennbare Gruppe auf die 20KM lange Radstrecke. Auch am Rad arbeiteten die Rother gut zusammen, denn das Windschattenfahren war diesmal nur innerhalb des eigenen Teams erlaubt.

Spätestens beim abschließenden Laufen über fünf Kilometer Distanz zeigten die Asse der TSG 08 Roth ihre Stärke und konnten mit der zweitschnellsten Team-Laufzeit um 17min07sek den zehnten Platz in der Mannschaftswertung nach Hause bringen. "Das wir Laufen können war uns im Vorfeld schon bewusst, natürlich muss es im Rennen aber ersteinmal umgesetzt werden. Das es geklappt hat, gibt uns nochmal viel Selbstvertrauen in unserer ersten Saison in der 2. Bundesliga", verrät Richter. Mit dem zehnten Platz sicherten die schwarz-rot-gelben Triathleten nämlich erneut ihr offizielles Ziel, einen soliden Mittelfeldplatz in der Tabelle mit 14 Mannschaften anzustreben.
 
Saisonabschluss winkt
Nun steht noch der Saison-Abschluss in Baunatal an. Ein weiteres, kräftezehrendes Wochenende mit Hotelübernachtung, langer Anfahrt und ungewohnten Umfeld, doch die Athleten freuen sich: "Die Saison macht einfach super viel Spaß und ich freue mich auf jedes Rennen. Aber ich bin auch froh, wenn das letzte Rennen vorbei ist, denn nach einer 12-wöchigen Wettkampfphase sind meine Speicher schon auch langsam aufgebraucht", so das 16-Jährige Nachwuchstalent Höra abschließend.
 

Text: Alex Richter
Foto: Sina Balach
Team-Foto von links nach rechts: Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra, Simon Luff

Team-Foto: (v.l.n.rechts) Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra und Simon Luff

Das Team während des  Wettkampfes.
 

15.09.2021

3. Platz für Alex Richter 


Der Athlet der TSG08 Roth erreichte in der olympischen Distanz am Triathlon Ingolstadt den 3. Platz. Das heißt 1,5 km Schwimmen - 40 km Radfahren - 10 km Laufen.

An der ersten Schwimmboje angekommen, dachte Alex Richter zunächst: "Hier stimmt doch was nicht. Weit und breit keiner da!"  Nach kurzen Panikmomenten realisierte er: "Ne Junge, du bist einfach nur ziemlich weit vorne im Feld." Tatsächlich konnte er einen ausgezeichneten Schwimmstart verbuchen, denn nach einer Schwimmstrecke von 1,5 km und einer Zeit von 21:13min verließ Richter das Wasser als Fünfter.

Bei top Radbedingungen - super Wetter, "geilem" Straßenbelag und Windstille- kam Richter sofort sehr gut in die Aero-Position und konnte sie lange halten. Auch die Ergebnisse nach dem 40 km am Rad konnten sich sehen lassen. Nach 59:40min, mit einem 42km/h Schnitt, erreichte der Athlet als Vierter die Wechselzone.

Das Laufen ließ Richter dann etwas verhaltener angehen, denn er dachte sich: "Auf der Distanz von 10 km kann Einiges passieren".

Der Versuch, den Rückstand zu Lukas Stengel zum Schmelzen zu bringen, gelang Richter wortwörtlich Schritt für Schritt. Stengel lag in Sichtweite auf Platz 3, der Abstand wurde immer geringer.

"Nach dem Überholvorgang, mit ein "paar selbstgedrällerten" Songs von Green Day im Kopf, (i walk a lonely road) ließ ich nichts mehr anbrennen", resümierte Richter und erreichte "mit einer 3:35 Pace völlig k.o." das Ziel.

Belohnt wurde Alex Richter mit einem hart erkämpften 3. Platz auf dem Siegertreppchen hinter den TOP-Athleten Maurice Clavel und Thomas Ott.

Alex Richter ist unglaublich dankbar über seine persönliche Entwicklung, denn vor 4 Jahren noch als unbekannter Quereinsteiger, betrat er in Ingolstadt das erste Stockerl in der Gesamtwertung eines Rennens.

Text: Alex Richter/ Guntram Rudolph
Fotos: A. Richter

12.09.2021

Challenge Roth 2021 - Stefan Albust schnellster Athlet der Triathlonabteilung in der TSG Roth

Stefan Albust finishte den Challenge Roth als schnellster Triathlet der TSG 08 Roth und belegte in in seiner Altersklasse den Platz 28. Von insgesamt 1500 Starterinnen und Startern ging er als 140. Läufer ins Ziel und beendete glücklich und gesund sein Rennen.
Sein angestrebtes Ziel, die von ihm 2014 aufgestellte Zeitrahmen von 11:12h zu unterbieten, erreichte er mühelos und ging mit einer Zeit von 09:25h im Rother Stadtgarten durch das Tor der Triathlon-Arena.

Am 05.09.2021 um 07:15 Uhr war es endlich so weit. Nach knapp zwei Jahren Vorbereitung (auf Grund der Absage des Rennens im Jahr 2020) ging der TSG- Athlet Stefan Albust mit beim Challenge Roth Startgruppe 4 in seinen längsten Sporttag des Jahres.

Swim
Dass es gut läuft, bemerkte Stefan schon im Wasser. Er kam nach 1:08:38h, zwei Minuten schneller als geplant, aus dem Main-Donau-Kanal.

Die doch recht frischen Temperaturen an diesem sonnigen Herbsttag führten auf der anschließenden 170 km langen Radstrecke durch den wunderschönen Landkreis Roth anfangs zwar noch zu einem leichten Frösteln, was aber durch das Adrenalin und die pure Freude endlich wieder einen Langdistanz-Triathlon machen zu können, wett gemacht wurde.

Bike
Die erste Rad-Runde absolvierte Stefan ebenfalls mehr als gut, so dass er sich in der zweiten Rad- Hälfte etwas zurücknehmen konnte, um seine Beine für den anschließenden Marathon zu schonen. Auch wenn es auf der Radstrecke in diesem Jahr keine Stimmungsnester gab und auch der berühmt berüchtigte Solarer Berg nicht erklommen werden konnte, so war auf der Strecke eine ganz besondere Atmosphäre spürbar.

Die Familien und Zuschauer an der Strecke, aber auch die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen peitschten die Athleten über den Rundkurs durch den Landkreis Roth. Und so gelang Stefan eine hervorragende Radzeit, als er nach 4:54:43h sein Zeitfahrrad im Parc Fermé der Wechselzone 2 abstellen konnte.

Run
Mit frischen Gels und einer Sonnenbrille bewaffnet ging es bei guten 26 Grad und purem Sonnenschein auf den abschließenden Marathonstrecke. "Ein Tag wie man ihn sich nicht hätte besser wünschen können", so Albust. Bei seiner Paradedisziplin hatte er sich eine Zeit um die 3:20h vorgenommen.

Auch auf der Laufstrecke täuschte ihn sein postives Körpergefühl nicht und so konnte er schon auf den ersten Kilometern sein Tempo leicht anziehen. Als er auch nach der Halbmarathonmarke noch Körner im Tank hatte, entschied er sich, die Pace zu halten und alles auf eine Karte zu setzen. Eine sehr gute Entscheidung, wie sich dies letztendlich herausstellte. Zwar schmerzten die letzten Höhenmeter nach Büchenbach und zurück noch einmal richtig in den Beinen, doch auch hier halfen die aufmunternden und motivierenden Worte der Zuschauer am Streckenrand, die sich meist einen der begehrten Schattenplätze gesichert hatten.

Gegen 16:40 Uhr war es dann auch so weit: Albust erreichte nach einem 3:12:53h Marathon das Rother Zielstadion und überquerte nach insgesamt 09:25:17h mit einem Freudensprung und als schnellster TSG-Triathlet die Ziellinie des Challenge Roth.

Es war sein perfekter Sporttag und sicherlich das bisherige Highlight seiner Triathlonkarriere. Nicht nur, dass er seine Bestzeit von 11:12h auf 09:25h verbessern konnte und sein Ziel Sub10 deutlich erreicht hat, sondern auch, dass endlich wieder Triathlon und Sport möglich waren und man sich im Kampf gegen sich und die Uhr beweisen konnte.

Im Ziel war Albust überglücklich seine Frau und seine Familie zu sehen. Sein größter Dank geht auch an seine Frau, seine Familie und seinen Trainer, die ihn zu dieser sportlichen Höchstleistung angetrieben haben.

Stefan Albust hat es geschafft ... und ist glücklich.

12.09.2021

Christian Störzer gewinnt als Age Grouper den Ironman Thun

Der erfahrene Triathlet erlebte in der Schweiz ein perfekt organisiertes, aber strapaziöses Triathlon-Rennen inmitten einer super Location. Bei 16 Grad Wassertemperatur im glasklaren Thuner See ein erfrischender Einstieg in den Tag.

Und wieder einmal konnte der Mittelfranke Störzer zeigen, was er drauf hat.
Der Starter der Triathlonabteilung der TSG 08 Roth punktete am Ende des Schweizer Langdistanz- Rennens mit einer Gesamtzeit von 8:15h und siegte mit einer hervorragenden Leistung als Age Grouper (nach Ironman Lanzerote) zum zweiten Mal in Folge. 
In der Gesamtwertung (Amateur- und Profi-Athleten) belegte er den Platz 11.

Er lobte die ausgezeichnete Betreuung der Athleten, die perfekt ausgeschilderten Lauf-und Radstrecken und die frischen Croissants.
Dabei lief es für ihn am Anfang des Tages gar nicht so gut: "Mir war zeitweise schlecht und ich hatte auch Probleme beim Laufen. Zum Glück konnte ich das alles mit der Zeit wieder in den Griff bekommen."

Belohnt wurde seine harte Trainingsarbeit somit nicht nur mit dem hervorragenden Ergebnis in Thun. Störzer löste mit diesem Sieg für den legendären und heißbegehrten Ironman auf Hawai, nach seinem bereits vorangegangenen Altersklassen - Sieg auf Lanzarote, noch einen weiteren Slot. Für ihn besteht nun die Möglichkeit im Februar 2022, am bereits verschobenen Ironman, wie auch am Ironman Hawai zum regulären Renntermin im September 2022 teilzunehmen.
Im nächsten Jahr auf Hawai zwei Mal starten zu dürfen, bedeutet für den Amateurathleten nicht nur eine "Wahnsinnschance", sondern auch eine "gigantische Herausforderung" an seine gesamte Trainingsroutine.

"Zusätzlich zu den körperlichen Belastungen und meinem Berufsalltag als Pilot ist die Vorbereitung auf  zwei Langdistanzrennen und zwei Reisen in die USA sowohl für meine Familie als auch für mich ein gewaltiger logistischer Aufwand", so Störzer.  Aber wie erwartet, wird er an beiden Rennen starten und bedankt sich jetzt schon für die Unterstützung seiner Ehefrau. Ohne die Familie im Hintergrund: Unmöglich!

Ein weiteres Highlight des Tages gab es für Störzer am Laufkilometer 5. "Bei einer Wahnsinnsstimmung unter den Zuschauern und herrlichem Alpenwetter konnte ich einige Zeit Kopf an Kopf mit der bereits legendären und späteren Gesamtsiegerin des Rennens Daniela Ryf laufen und sie dann überholen."

Jetzt heißt es für ihn erst einmal: "Beine hochlegen und regenerieren... aber die nächsten Planungen laufen schon!"

Zeiten:
Die Schwimmstrecke wurde verkürzt.

Schwimmen:  - 42:53 min (3.0000 m)
Rad: - 4:34:52 h (2.100 Höhenmeter)
Lauf: - 2:53:01 h

06.09.2021

„Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit“

Triathlon Daniel König von der TSG 08 Roth hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. Eine Woche später startete er beim Challenge in der Staffel. Von Oliver Haas

Eine Woche nach der Langdistanz war mir schon klar, dass ich heute keine Bestzeit aufstellen werde“, sagt Daniel König nüchtern. Deshalb sei er mit seiner Leistung beim gestrigen Challenge ganz zufrieden. In stabilen 54 Minuten hat der Staffelteilnehmer vom Team Speck Zwei die Schwimmstrecke absolviert – und das obwohl er sich eine Woche zuvor beim Langdistanz-Wettkampf in Hamburg für den Ironman auf Hawaii im kommenden Jahr qualifiziert hat.

Acht Stunden, 38 Minuten und 46 Sekunden hat der Abenberger beim Qualifikationsrennen gebraucht und sicherte sich den ersten Platz in seiner Altersklasse ( 25-29). Im Gesamtranking lief er mit Platz vier nur knapp am Treppchen vorbei. Egal, Hauptsache dabei auf der Pazifik-Insel im Oktober 2022. Nur einer aus der Klasse konnte sich das Ticket lösen. „Sonst ist immer jemand schneller als man selbst. An dem Tag war mir aber klar, dass ich der Schnellste sein muss“, sagt König. Nachdem die Teilnahme im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen ist, musste er in diesem Jahr eine schnellere Zeit abliefern, da er in die höhere Altersklasse gerutscht ist.

Es war tatsächlich seine erste Langdistanz und dann gleich so ein Spitzen-Ergebnis. „Ich habe schon gewusst, dass ich fit bin und eine gute Zeit drin ist. Bei allen Disziplinen war noch Luft nach oben. An einem sehr guten Tag wären auch acht Stunden und 15 Minuten drin“, ist König überzeugt. Zum Triathlon ist der frühere Handballspieler durch die Familie gekommen. „Mein Vater war Marathon-Läufer, da bin ich beim Training oft mit dem Rad nebenher gefahren. 2007 hat mich mein Bruder mit zum Radfahren bei der TSG genommen“, erinnert sich König und fügt schmunzelnd hinzu: „Am Anfang musste man mich etwas zwingen. Mein Bruder hat mich dann oft am Samstagmorgen geweckt und gemeint ,In 15 Minuten fahren wir los’. Da hatte ich als kleiner Bruder nicht so viel zu verhandeln.“

Hartes und vor allem viel Training war auch nötig, um solche Zeiten zu erreichen oder mittlerweile für die erste Mannschaft der TSG 08 Roth in der zweiten Triathlon Bundesliga an den Start zu gehen. Denn während er im Handball recht talentiert gewesen sei, musste er sich bei den Triathlon-Disziplinen alles erarbeiten. Die Lieblings-Disziplin des 25-Jährigen ist das Radfahren, aber eine besondere Stärke habe er nicht, sagt König: „Meine Zeiten sind ganz ausgeglichen. Ich versuche möglichst konstant zu bleiben. In Hamburg ist das auch aufgegangen.“

Das tolle Flair genießen
Der Student für International Business and Technology, Maschinenbau auf Englisch, wie König selbst scherzt, berichtet über seinen Sport und die Wettkämpfe in einer tiefen Gelassenheit. Die habe sich bei ihm irgendwann eingependelt. „Mit etwa 16 Jahren hab ich mich schon arg reingestresst. Jetzt macht es mir einfach Spaß, mit Freunden zu trainieren und ordentlich über die Strecke zu ballern“, sagte König ganz sachlich und fügt hinzu: „Mit der Lockerheit kommt die Schnelligkeit hat ein Kumpel immer gesagt“.

Zwar geht König sehr ambitioniert in die Wettkämpfe, wie sein jüngstes Ergebnis in Hamburg oder die Zeiten in der Liga beweisen, aber bei manchen Events gehe es ihm auch darum, das besondere Flair aufzusaugen. So wird es auf Hawaii sein, und so war es auch gestern beim Challenge. Der junge Triathlet hatte sogar die Zeit, während des Schwimmens seinen Eltern zuzuwinken. „Meinen Vater hab ich aus dem Augenwinkel an seiner quietschgelben Laufjacke erkannt. Beim nächsten Kraulzug hab ihnen gleich zugewunken.“

Der Start beim Challenge sei durchaus angenehmer gewesen, als so mancher in der Liga. „Da passiert es schon häufiger, dass man mal die Rückhand oder einen Ellenbogen beim Kraulen ins Gesicht bekommt, weil doch alle einigermaßen gleich schnell sind. Im Kanal hat sich das jedoch relativ schnell entzerrt“, berichtet er aus seiner Erfahrung. Beim Challenge ist er bereits ein paar Mal in der Schwimmstaffel gestartet.

Der heutige Start war allerdings nicht so recht geplant. König ist für einen Teamkollegen eingesprungen, der am Wochenende doch in der Zweiten Bundesliga an den Start musste und seinen Staffelplatz nicht wahrnehmen konnte. „Ich habe gesagt, wenn sie keinen anderen auf die Schnelle finden, kann ich es schon machen. Weil nach so einer Langdistanz braucht der Körper eigentlich schon seine zwei Wochen, um wieder wettkampftauglich zu sein“, sagt der Triathlet.

Nichtsdestotrotz sei es das I-Tüpfelchen einer langen und seiner bisher besten Saison gewesen. Nach Ligaeinsätzen am Rothsee und in Nürnberg (bester TSG-Starter) und zusätzlich auf die Langdistanz zu trainieren, sei jetzt aber erst einmal Zeit für ein wenig Pause. Zumindest kurz, bevor es dann im November mit der Vorbereitung auf den Ironman Hawaii losgeht.

aniel König beim Zieleinlauf des Quali-Rennens für den Ironman auf Hawaii. Nur 8:38:64 Stunden hat er für die Langdistanz gebraucht und somit sein Ticket gelöst. (Foto: finisherpix/privat)

01.09.2021

„Das Team hat mich aufgefangen“

Enrico Thomae startet für die TSG 08 Roth und berichtet über das Corona-Motivationstief und Teamgeist.

Mit fünf Einzelstartern geht die Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth am Sonntag. 5. September, bei ihrem Heimrennen, dem DATEV Challenge Roth, an den Start. Die weiteren Starter der TSG 08 Roth im Überblick.

Einer aus diesem Quintett ist Enrico Thomae, der es bei seiner Premiere auf der Langdistanz wissen und unter neun Stunden bleiben will. Zumindest war das die Zielsetzung des in der Altersklasse 35 startenden TSG-Sportlers, als er sich für den Challenge 2020 angemeldet hatte.
Die Absage des Wettkampfs nach großem Aufwand und vielen Trainingsstunden hat ihn dann in ein tiefes sportliches Loch gerissen, wie er selbst zugibt: „Ich war fertig, das Training ist mir danach wirklich schwergefallen“, sagt Thomae heute.
Als der promovierte Mathematiker Anfang 2018 mit seiner Frau aus den neuen Bundesländern nach Mittelfranken gezogen ist, da spielte nämlich der Triathlon durchaus eine Rolle. „Das Trainingsumfeld und die Leistungsdichte hier sind spitze. Ich habe die Spalter Berge, die Seen und natürlich den Kanal schnell lieben gelernt“, sagte Thomae damals. In der Triathlon-Abteilung der TSG 08 Roth war er auch in den Regionalliga-Wettkämpfen über die kürzeren Distanzen schnell am Start.

Seine Vereinskameraden waren es auch, die ihn aus seinem Motivationsloch wieder herausgezogen hätten, wie Thomae betont. „Das Team hat mich aufgefangen. Wieder in der Gruppe trainieren zu können, das war meine neue Motivation. Endgültig geplatzt sei der Knoten dann, als man tatsächlich wieder in kleinen Gruppen trainieren durfte“, erzählt Enrico Thomae.
So auch mit den Mit-Startenden von der TSG am Sonntag, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Charles Rutaremwa und Stefan Albust. Letzterer hat übrigens aus dem Jahr 2014 als Einziger dieses Quintetts Langdistanz-Erfahrung in Roth, für die anderen ist es der erste Start beim Heimrennen über die komplette Distanz.

Zu seiner eigenen Premiere nimmt Thomae auch gerne die Ratschläge seiner erfahrenen Mannschaftskameraden im TSG-Lager an. Wenn es denn im Wettkampf geht. „Vor drei Jahren war ich als Radfahrer in der Staffel dabei, und da habe ich schon die Fehler gemacht, vor denen mich vorher alle gewarnt haben“, berichtet Thomae lachend.

Der neun-Stunden-Traum
Beim ersten Start auf der langen Distanz unter neun Stunden zu bleiben, „davon träume ich in lichten Momenten immer noch“, sagt Thomae. Mit einer weiteren Aussage widerlegt er dann auch ein Stück weit die Assoziation von Triathlon und Individualsport: „Mittlerweile gibt mir die Mannschaftswertung den letzten Kick.“

Eine Verletzung hatte Enrico Thomae im Frühjahr zurückgeworfen, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch die Frage gestellt hat, „was kann ich meinem Körper zumuten?“. Und in dieser Zeit ist er auch zu einer weiteren Erkenntnis gekommen: „Das Training für eine Langdistanz zu überstehen, das ist schon mal die erste Challenge.“ Vor allem, wenn es sich quasi über Jahre hinzieht.
 

Charles Rutaremwa
„Ich will Roth fühlen“, sagt der erst vor ein paar Jahren hergezogene Triathlet, der den Challenge daher auch als eine Art Integrationsmaßnahme bezeichnet. Darüber hinaus wolle er herausfinden, was er aus seinem Körper nach 15 Jahren Kreisliga-Fußball noch so alles herausholen kann. Der Challenge sei daher die perfekte Möglichkeit, um sich fit zu halten und gesund zu ernähren.

Stefan Albust
Nach der ersten Teilnahme 2014 ist es sein zweiter Start beim Challenge. Das Ziel: Ein Finish unter zehn Stunden. Dafür hofft er auf ein gutes erstes Rennen seit Corona, im Idealfall bei sommerlichen Temperaturen. Am meisten freut er sich darauf, den Zieleinlauf zu überqueren und dort auf seine Frau und Familie zu treffen. Das alkoholfreie Weizen zur Belohnung dürfe dabei nicht fehlen.

Walter Federhofer
Für Federhofer ist es die erste Langdistanz und auch der erste Marathon. Die Vorbereitung sei super gelaufen. Er musste keine einzige Verletzungs-Pause einlegen und trainierte konstant nach dem Plan des Triathlon Magazins. Er geht ohne angepeilte Zeit ins Rennen, wenn es vom körperlichen passt, sei aber eine Zeit von elf Stunden möglich. „Ich will den Tag auf jeden Fall genießen so gut es geht.“

Madlin Bußinger
Bereits von Kindesalter an stand sie an der Challenge-Strecke in Roth und hat die Athletinnen und Athleten angefeuert. Dieses Jahr will sie sich das legendäre Rennen zum ersten Mal aus der Teilnehmer-Perspektive ansehen und nicht mehr nur passiv dabei sein. Das Finishen und vor allem den Tag und das Ereignis zu genießen stehen bei ihr daher im Vordergrund.

Text und Bild: Mathias Hochreuter

Foto: (v.l.n.rechts) Die Athleten vor der Kulisse der Challenge-Arena.
Charles Rutaremwa, Madlin Bußinger, Walter Federhofer, Stefan Albust, Enrico Thomae

30.08.2021

Bundesliga-Triathleten der TSG 08 Roth in Saarbrücken am Start

Niemand in Roth hätte in den unsicheren Zeiten, die noch im April oder Mai geherrscht haben gedacht, dass Ende August bereits das vierte Saisonrennen der 2. Bundesliga Süd anstehen wird. In Saarbrücken, wo normalerweise die Stars von Morgen für ihren Traum von Olympia trainieren, durften die Rother 2. Liga Triathleten Luis Höra, Elias Knoll, Simon Luff und Alexander Richter ihr Können unter Beweis stellen.

"Doch niemand wusste so richtig was auf uns zukommt, denn das Format gab es so in der Liga noch nie", erklärt der Mannschaftskapitän Richter.
Denn das Schwimmen fand in der beheizten 50 Meter Halle statt - was bei Außentemperaturen um 13 Grad und leichtem Nieselregen aber eine willkommene Abwechslung zum kalten Freiwasser war. Hier musste jeder Athlet 600m am Stück zurücklegen und zwar auf einer eigenen
Schwimmbahn ohne die Konkurrenz. Nach der letzten Bahn wurde per "Abklatschen" der nächste Athlet aus dem eigenen Team in Wasser geschickt. Die Schwimmzeiten aller vier Athleten wurden addiert. Hier konnte Elias Knoll mit einer sehr guten Schwimmzeit von 8min03sek die Rother Fahne hochhalten: "Mit meinem Schwimmen bin ich absolut zufrieden, da hat sich mein hartes Training in den vergangenen Wochen endlich mal ausgezahlt", so Knoll.

Nachdem der vierte Athlet seinen Teil im Wasser geleistet hat, ging es danach gemeinsam als erkennbare Gruppe auf die 20KM lange Radstrecke. Auch am Rad arbeiteten die Rother gut zusammen, denn das Windschattenfahren war diesmal nur innerhalb des eigenen Teams erlaubt.

Spätestens beim abschließenden Laufen über fünf Kilometer Distanz zeigten die Asse der TSG 08 Roth ihre Stärke und konnten mit der zweitschnellsten Team-Laufzeit um 17min07sek den zehnten Platz in der Mannschaftswertung nach Hause bringen. "Das wir Laufen können war uns im Vorfeld schon bewusst, natürlich muss es im Rennen aber ersteinmal umgesetzt werden. Das es geklappt hat, gibt uns nochmal viel Selbstvertrauen in unserer ersten Saison in der 2. Bundesliga", verrät Richter. Mit dem zehnten Platz sicherten die schwarz-rot-gelben Triathleten nämlich erneut ihr offizielles Ziel, einen soliden Mittelfeldplatz in der Tabelle mit 14 Mannschaften anzustreben.
 
Saisonabschluss winkt
Nun steht noch der Saison-Abschluss in Baunatal an. Ein weiteres, kräftezehrendes Wochenende mit Hotelübernachtung, langer Anfahrt und ungewohnten Umfeld, doch die Athleten freuen sich: "Die Saison macht einfach super viel Spaß und ich freue mich auf jedes Rennen. Aber ich bin auch froh, wenn das letzte Rennen vorbei ist, denn nach einer 12-wöchigen Wettkampfphase sind meine Speicher schon auch langsam aufgebraucht", so das 16-Jährige Nachwuchstalent Höra abschließend.
 

Text: Alex Richter
Foto: Sina Balach
Team-Foto von links nach rechts: Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra, Simon Luff

Team-Foto: (v.l.n.rechts) Elias Knoll, Alex Richter, Luis Höra und Simon Luff

Das Team während des  Wettkampfes.